Propolis

Propolis Titelbild NaturFreunde

Überblick:

Propolis – einige schwören darauf, andere haben davon noch nie gehört oder halten es für Scharlatanerie. Dabei ist der Bienen-Kittharz ein bewährtes und natürliches Mittel gegen Bakterien und Pilze, der gegen vielseitige Beschwerden eingesetzt werden kann. Von der Aphte im Mund bis hin zur Stärkung des Immunsystems soll das natürliche Mittel bei verschiedenen Problemen Linderung erzeugen können.

Was ist Propolis

1. Was ist Propolis?

Bei der natürlichen Substanz handelt es sich um eine von Bienen angefertigte Mischung verschiedener Bestandteile. Die Zusammensetzung kann stark variieren. Im Bienenstock erfüllt diese Substanz eine wichtige Funktion, denn sie wirkt:

  • antimikrobiell
  • antiviral
  • antimykotisch

 

Bienen setzen sie ein, um Mikroorganismen abzutöten – ihren Lebensraum also gewissermaßen zu desinfizieren und Krankheiten vorzubeugen. Aus diesem Grund werden beispielsweise in den Bienenstock eingetragene Fremdkörper, Bienenkot und anderer Unrat sowie die Waben für die Aufzucht der Nachkommen mit einem hauchdünnen Propolisfilm überzogen. Vor allem der Bienenkot wird damit neutralisiert.

Da sich die Vorteile der Flüssigkeit nicht allein auf Bienen und den Bienenstock beziehen, sondern auch für Menschen nutzbar sind, wird sie auch in der Alternativmedizin eingesetzt.

Propolis Leitfaden NaturFreunde
Wie wirkt Propolis

2. Wie wirkt Propolis?

Die von Bienen produzierte Substanz soll Viren, Bakterien und Pilzsporen abtöten können. Wie genau die Wirkung auf Menschen ausfällt ist aber noch längst nicht vollständig geklärt. Die flüssig bis harzige Mischung besteht aus:

  • Naturharz
  • Pollenbalsam
  • Wachs
  • ätherischen Ölen
  • Fermente (Speichelsekret der Bienen)

 

Diese Bestandteile bestehen wiederum unter anderem aus Flavonoiden. Darunter beispielsweise

  • Chrysin
  • Galangin
  • Pinocembrin
  • Pinobanksinacetat
  • Prenylflavonoid
  • Isonymphaeol-B
  • Nymphaeol-A
  • Nymphaeol-B
  • Nymphaeol-C

 

Zudem sind auch andere Substanzen enthalten, wie Gummi, Polysaccharide und Phenole. Unter den Phenolen finden sich zum Beispiel Cumarsäure, Ferulasäure, Isoferulasäure Kaffeesäure und Zimtsäure sowie deren Ester.

Aufgrund der antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Effekte des Kittharzes wirkt es unter anderem:

  • gegen Entzündungen der Haut
  • bei Abszessen und Furunkeln
  • gegen Aphten und bei anderen Entzündungen der Mundschleimhaut
  • bei fiebrigen Infektionen
  • gegen Schwellungen
  • bei Atemwegskatarrh
  • immunstimulierend
  • Propolis kann bei Erkältung helfen

 

Aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung des Bienenharzes fallen auch die Wirkungen in unterschiedlichem Maße aus. Generell wirkt der das Mittel jedoch als „Bioantibiotikum“. [1] Darüber hinaus ist es adstringierend, choleretisch, granulationsfördernden lokalanästhetisch und spasmolytisch.

Begriffserklärungen:

Adstringierend: Der Fachbegriff bedeutet nichts anderes als „zusammenziehend“. Auf Haut oder Schleimhaut können so Wunden geschlossen und eine entzündungshemmende Wirkung erzielt werden.

Choleretisch: Der Gallenfluss wird gefördert und die Produktion von Galle angeregt. Hierdurch kann die Verdauung positiv beeinflusst werden.

Granulationsfördernd: Bei der Granulation handelt es sich um die Bildung von neuem, vorrübergehendem Gewebe auf Wunden. Es ist also ein Zwischenschritt bei der Wundheilung, der zum Verschluss von beispielsweise Schürf- und Schnittwunden dient. Durch den förderlichen Effekt von Bienenharz können derartige Verletzungen schneller geschlossen werden und heilen.

Lokalanästhetisch: Der betäubende Effekt kann bei Schmerzen und Schwellungen, vor allem auf Schleimhäuten, sehr angenehm sein und eine schnelle Linderung bewirken.

Spasmolytisch: Der medizinische Fachbegriff „spasmolytisch“ bedeutet krampflösend. Auch diese Wirkung soll das Kittharz der Bienen haben.

Beste Propolis

3. Welches Propolis ist das Beste?

Wer Propolis kaufen will, hat viele Möglichkeiten: Propolis Kapseln, Propolis Creme, Propolis Pulver, Propolis Salbe, Propolis Tropfen oder doch lieber Propolis Tinktur? Eine pauschale Antwort hierauf gibt es nicht. In welcher Form das Bienenharz genutzt wird, hängt in erster Linie davon ab, welche Beschwerden bestehen.

Bei der Zusammensetzung sind möglichst hohe Konzentrationen der Wirkstoffe selbstverständlich von Vorteil. Zudem ist das Bienenharz mit einer Basis aus Pappel eine gute Wahl, wie wissenschaftlich nachgewiesen wurde.

Propolis Kapseln: In Kapselform kann das Bienenharz bequem zur innerlichen Anwendung genutzt werden. Diese ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Propolis bei einer Erkältung oder als Immunkur verwendet werden soll.

Propolis Creme: Für die äußerliche Anwendung bei Wunden, Insektenstichen oder Ausschlägen kann die Creme sinnvoll sein. Sie lässt sich einfach auftragen und enthält weitere pflegende Inhaltsstoffe, die zur Heilung beitragen können.

Propolis Pulver: Getrockneter und zu Pulver verarbeitetes Bienenharz lässt sich vielseitig einsetzen. Mit Wasser verdünnt oder direkt aufgetragen lässt sich das Pulver beispielsweise auf Haut, Schleimhaut oder zur innerlichen Anwendung nutzen. Zudem kann die Dosierung sehr genau abgestimmt werden. Als Lösung eingenommen oder zum Gurgeln verwendet, kann es beispielsweise bei Halsschmerzen und sonstigen Erkältungsbeschwerden helfen. Als Immunkur lässt sich Propolis Pulver ebenfalls anwenden.

Propolis Salbe: Im Gegensatz zu Propolis Creme ist die Salbe fester und in der Konsistenz und hält daher auch besser auf der Haut. Auch sie ist jedoch nur für die äußerliche Anwendung bestimmt und sollte daher nur auf der Haut und nicht auf Schleimhäuten angewendet werden.

Propolis Tinktur: Die Propolis Tinktur ist speziell für Schleimhäute bestimmt und kann daher beispielsweise wunderbar bei Entzündungen im Mundraum abgewendet werden. Sie wirkt betäubend bei Schmerzen und hemmt Entzündungen, indem Bakterien und Viren abgetötet werden. Da sie auch abtötend auf Pilze wirkt und deren Sporen zerstören kann, kann sie unter anderem auch auf Nägel und der Haut verwendet werden. Allerdings ist sie nicht zur Einnahme bestimmt, sondern sollte in der Regel nur punktuell eingesetzt werden.

Propolis Tropfen: Als Immunkur, bei Erkältungsbeschwerden oder bei Verdauungsproblemen können die Tropfen in der angegebenen Menge eingenommen werden. Durch die krampflösende und stärkende Wirkung eignen sie sich auch für Kinder.

Propolis im Honig: In Form von Honig dient das Bienenharz ebenfalls als Stärkung für das Immunsystem und kann die vielfältigen gesundheitsförderlichen Wirkungen entfalten. Zudem ist er im Honig geschmacklich nicht auffallend und wird daher auch von Kindern gerne und problemlos angenommen.

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Hilft Propolis

4. Gegen welche Beschwerden hilft Propolis?

Wie die Propolis-Anwendung bei Beschwerden ausfallen sollte, ist hauptsächlich von vier Faktoren abhängig:

  1. Art der Beschwerden
  2. Form des Bienenharzes
  3. Angaben des Herstellers
  4. Verträglichkeit

 

Bei einer Erkältung oder Schnupfen ist selbstverständlich eine andere Form der Anwendung erforderlich als bei einer Aphte auf der Mundschleimhaut oder einer Schnittwunde an der Hand. [2] Auch bei einer Immunkur zur Vorbeugung von Krankheiten sollte darauf geachtet werden, die Hinweise des Herstellers zu beachten. Generell gilt jedoch bei den Einsätzen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Denn die Propolis-Wirkung sollte nicht unterschätzt werden. In den Einzelfällen bedeutet das, sich strikt an die Angaben des Herstellers zu halten.

4.1 bei Schnupfen & Halsschmerzen

Bei Schnupfen kann eine Spülung der Nasenschleimhaut mit verdünnter Tinktur oder aufgelöstem Pulver Linderung bringen. Möglich ist es auch, Kapseln einzunehmen, Creme oder Salbe in der Nase aufzutragen. Hierdurch wird die Schleimhaut gepflegt, die Schwellung nimmt ab und das Atmen fällt leichter. Die äußerlich angewendeten Mittel sorgen dafür, dass die Entzündung schneller heilen, Schmerzen gelindert werden und Schwellungen abklingen. Die innerlich angewendeten Mittel stärken und unterstützen hingegen das Immunsystem.

Gurgeln mit verdünnter Tinktur, die Einnahme von Tropfen und das Essen von Propolis Honig sind ideal, wenn der Hals schmerzt. [3] Der Honig kann auch in Tee gegeben werden. Hierdurch werden die Schleimhäute effizient befeuchtet und können ihrer Aufgabe wieder nachgehen, Sekret absondern und damit auch die Keime aus dem Körper entfernen. Auch bei Husten kann es sinnvoll sein, das Bienenharz einzunehmen und dazu viel Flüssigkeit aufzunehmen, da sich hierdurch festsitzender Schleim einfacher löst und somit auch abgesondert werden kann.

4.2 zur Wundheilung

Ob Schnitt- oder Schürfwunde – in jedem Fall kann die Wundheilung durch Salbe, Creme oder Tinktur positiv beeinflusst werden. [4] Empfehlenswert ist es, das Mittel mehrfach täglich aufzutragen. Dadurch werden Keime abgetötet, die Haut zusammengezogen und die Wundheilung vorangetrieben.

4.3 für die Schleimhäute

Tinktur mit Bienenharz kann direkt auf Schleimhäute aufgetragen werden. Durch die adstringierende Wirkung werden offene Wunden verschlossen. [5] Das beschleunigt die Heilung. Zudem werden die – oft intensiven – Schmerzen gelindert und damit eine schnelle

4.4 gegen Krämpfe und Spastiken

Spasmen sollen durch die Bestandteile von Bienenharz ebenfalls gelindert werden können. Daher sind Honig und Tropfen eine gute Variante, wenn beispielsweise der Verdauung auf die Sprünge geholfen werden muss. Als Tinktur oder im Tee kann das Mittel ebenfalls verwendet werden. [6]

4.5 zur Immunstärkung

Durch Kapseln, Pulver und Honig kann die körpereigene Abwehr gestärkt werden, sodass es nicht zu Krankheiten kommt oder diese im Schweregrad geringer ausfallen. Wie hierbei die Dosierung aussieht, ist aber in jedem Fall von der genauen Art des Produkts und den Angaben des Herstellers abhängig.

Dosierung und Einnahme Propolis

5. Wie wird Propolis eingenommen bzw. wie dosiert man es?

Eine pauschale Antwort hierauf kann es nicht geben. Zum einen, weil es sich um ein Naturprodukt mit unterschiedlicher Zusammensetzung handelt. Zum anderen, weil dies von der Art der Beschwerden abhängig ist. Daher ist es in jedem Fall wichtig, auf die Angaben des Herstellers zu achten und das Mittel nur wie vorgeschrieben einzusetzen.

Auch bei der Haltbarkeit sollte darauf geachtet werden, dass Bienenharz an sich zwar sehr lange haltbar ist, aber die weiteren Bestandteile durchaus verderben oder an Wirksamkeit verlieren können. Ob es sich um Tinktur, Creme oder Kapseln handelt, spielt daher zunächst keine Rolle. Wichtig sind die Zutaten, Wirk- und Hilfsstoffe. Selbst wenn der Kittharz noch wirksam wäre, können diese bereits verdorben sein und sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Daraus können beispielsweise Reizungen der Haut oder der Schleimhäute entstehen.

Es hilft daher auch, das jeweilige Produkt mit dem Öffnungsdatum zu versehen, um die Haltbarkeit abzuschätzen und es zudem trocken, kühl und dunkel zu lagern. Hierdurch wird erreicht, dass die Mittel möglichst lange haltbar sind und keine negativen Effekte bei der Anwendung entstehen. Ideal ist oftmals eine Aufbewahrung im Kühlschrank oder in einem Schrank, der nur wenigen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist.

Fazit Propolis

6. Fazit: Warum ist Propolis so gesund?

Die Propolis Wirkung kann negativ sein, wenn eine bekannte Allergie gegen einen der Bestandteile besteht. Bei der innerlichen Anwendung sind bisher keine Unverträglichkeiten bekannt, weswegen das Mittel als „Bio-Antibiotikum“ beschrieben wird und als besonders gesund gilt.

Ratsam ist es daher, bei einer äußerlichen Anwendung zunächst das Mittel in der Armbeuge zu testen. Hierdurch kann festgestellt werden, ob sich allergische Reaktionen ergeben. Zeigen sich Rötungen, Juckreiz, Schwellungen oder andere Nebenwirkungen sollte das Mittel nicht angewendet werden. Ideal ist es, das Produkt wenigstens zweimal zu testen, denn Allergien treten meist nicht beim Erstkontakt auf, sondern zeigen sich frühestens bei der zweiten Anwendung.

Wichtig ist zudem, ausreichend lange zu warten. Wenigstens sechs Stunden sollten zwischen dem Test und der Anwendung liegen. Besser sind allerdings 24 Stunden. Tritt eine allergische Reaktion auf, sollte von der Anwendung abgesehen werden. Im Notfall ist dieser Test selbstverständlich ungünstig. Daher sollte bei der Aufnahme von Bienenharz-Produkten darauf geachtet werden, dass diese auch für den jeweiligen Menschen verträglich sind.

Durch die insgesamt als gesund geltenden Stoffe in dem Bienenharz kann jedoch davon ausgegangen werden, dass es sich um ein hilfreiches natürliches Mittel handelt. Ein entsprechendes Mittel in der Hausapotheke zu haben kann daher nicht schaden – sofern es im Vorfeld ausreichend getestet wurde.

Quellenverzeichnis:

  1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/30055379
  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31112706
  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28078783
  4. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/31081187
  5. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28545669
  6. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/28103258
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Autor: Regine Mentzel

Regine Mentzel ist Bachelor of Applied Sciene/Master of Dietetic Practice-Absolventin an der Wiener Universität und schließt das zweite Jahr ihrer vierjährigen Reise zur anerkannten Ernährungsberaterin ab. Sie hat eine Leidenschaft für die mediterrane Ernährung und Themen wie Darmgesundheit, Unverträglichkeiten und die Unterstützung von Menschen bei der Erreichung ihres optimalen Gesundheitsniveaus. Zurzeit erforscht sie alle Aspekte der Ernährung und Diätetik und entdeckt, wo ihre Fähigkeiten und Leidenschaften liegen, und hofft, eines Tages ihre eigene Privatpraxis eröffnen zu können.