Aldeanueva de la Vera

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Gemeinde Aldeanueva de la Vera
Aldeanueva de la Vera and Sierra de Gredos.jpg
Aldeanueva de la Vera – Ortsansicht vor den Bergen der Sierra de Gredos
Wappen Karte von Spanien
Aldeanueva de la Vera (Spanien)
Basisdaten
Land: Spanien Spanien
Autonome Gemeinschaft: Extremadura Extremadura
Provinz: Cáceres
Comarca: La Vera
Koordinaten 40° 8′ N, 5° 42′ WKoordinaten: 40° 8′ N, 5° 42′ W
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Höhe: 655 msnm
Fläche: 37,6 km²
Einwohner: 2.066 (1. Jan. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einw./km²
Postleitzahl(en): 10440
Gemeindenummer (INE): 10014 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Aldeanueva de la Vera
Lage des Ortes

Aldeanueva de la Vera ist eine westspanische Kleinstadt und eine Gemeinde (municipio) mit knapp 2000 Einwohnern im Nordosten der Provinz Cáceres (Extremadura).

Lage und Klima

Der Ort Aldeanueva de la Vera liegt in einem von Bergbächen durchzogenen Gebiet im Westen der Comarca La Vera in einer Höhe von 655 m. Die zentralspanische Gebirgskette der Sierra de Gredos und das Kloster Yuste, in welchem der Ex-Kaiser Karl V. seine letzten Lebensjahre verbrachte, sind nur etwa 5 bis 20 km (Luftlinie) entfernt. Im Sommer ist das Klima meist warm; im Winter und in kalten Nächten kann die Temperatur jedoch auch unter 0 °C fallen.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1857 1900 1950 2000 2021
Einwohner 1946 1841 3667 2462 2035[2][3]

Aufgrund der Mechanisierung der Landwirtschaft und der damit zusammenhängenden Aufgabe bäuerlicher Kleinbetriebe („Höfesterben“) in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist die Einwohnerzahl der Gemeinde deutlich gesunken.

Wirtschaft

Die Wirtschaft der Gemeinde basiert in der Hauptsache auf der Landwirtschaft (Ackerbau und Viehzucht, wobei der Anbau von Paprika eine bedeutende Rolle einnimmt). Aldeanueva de la Vera ist auch – vor allem im Sommer – ein beliebtes touristisches Ziel innerhalb der Extremadura, sowohl wegen des historischen Charakters der Stadt als auch wegen der nahe liegenden Berge.

Geschichte

Aldeanueva um 1910

Römer, Westgoten und selbst die Mauren haben kaum Spuren hinterlassen. Die Region um die Stadt Plasencia wurde im 12. Jahrhundert wiederholt von christlichen Heeren angegriffen, doch die endgültige Rückeroberung (reconquista) der Region geschah erst durch Alfons VIII. von Kastilien zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Danach gehörte der Ort ca. 600 Jahre lang zur Tierra de Plasencia, bis er im Jahr 1802 seine Eigenständigkeit erhielt. Die letzte Nacht vor seiner Ankunft im Kloster von Yuste verbrachte Karl V. in Aldeanueva.

Sehenswürdigkeiten

Altarretabel
  • Die Iglesia de San Pedro Apóstol ist ein einschiffiger Bau aus der Zeit des 13. bis 18. Jahrhunderts. Die spätromanische Apsis hat die Zeiten überstanden, wenngleich der Rest der Kirche in späterer Zeit neugebaut wurde – so stammt das Portal auf der Südseite aus dem 17. Jahrhundert.[4] Das spätbarocke Altarretabel mit seinen in sich gedrehten „salomonischen“ Säulen im Stil des Churriguerismus ist ein Werk des 18. Jahrhunderts.
  • Am Ortsrand steht eine mit einem Kreuz bekrönte Gerichtssäule (rollo oder picota).
  • Drei Einsiedlerkapellen (ermitas) sowie mehrere Brunnen (fuentes oder pozos) bereichern das Ortsbild.[5]

Umgebung

  • Eine einbogige mittelalterliche Steinbrücke quert die Garganta de San Gregorio.
  • Die Ruinen eines ehemaligen Dominikanerkonvents (Convento de Sta. Catalina) stehen etwa 2 km außerhalb des Ortes.

Weblinks

Commons: Aldeanueva de la Vera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise