GesundheitNahrungsergänzung

Tyrosin: Darum ist die Aminosäure so wichtig für uns

Es gibt 20 bekannte Aminosäuren, die der menschliche Körper für die Bildung von Proteinen benötigt. Neun davon werden als essentielle Aminosäuren bezeichnet. Das heißt, dass der Körper sie nicht selbst herstellen kann, sondern diese mit der Nahrung aufgenommen werden müssen. Die anderen elf hingegen sind nicht essentiell und können vom Körper selbst gebildet werden, sofern die nötigen Voraussetzungen erfüllt sind.

Tyrosin ist eine der nicht essentiellen Aminosäuren, wobei man hier noch spezifizieren muss. Tatsächlich wird sie oft als semi-essentiell bezeichnet, da sie sie zwar grundsätzlich vom Körper selbst gebildet werden kann, dafür jedoch die essenzielle Aminosäure Phenylalanin als Ausgangsstoff benötigt.

Im Alltag schenken wir Tyrosin meist nicht viel Beachtung, zumal ein Mangel extrem selten ist. Tatsächlich hat die Aminosäure jedoch viele wichtige Aufgaben im Körper und ist an vielen Prozessen beteiligt, die wir am Ende als psychologische Phänomene erleben, auch wenn es sich wissenschaftlich gesehen um neurochemische Abläufe handelt. Dazu gehören Systeme rund um Motivation, Belohnung oder Stress.

Was ist Tyrosin und für welche Systeme ist sie unerlässlich?

Tyrosin ist eine Aminosäure, die der Körper für viele wichtige Prozesse benötigt. Einen Teil nehmen wir direkt über die Nahrung auf, einen anderen kann der Körper selbst aus der essenziellen Aminosäure Phenylalanin herstellen.

Besonders interessant ist Tyrosin, weil daraus mehrere zentrale Botenstoffe entstehen, darunter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin. Diese Neurotransmitter beeinflussen unter anderem Aufmerksamkeit, Motivation und unsere Reaktion auf Stress.

Dopamin spielt außerdem eine Schlüsselrolle im sogenannten Belohnungssystem des Gehirns. Immer wenn wir etwas als spannend oder belohnend empfinden, wird dieses System aktiviert.

Das passiert zum Beispiel beim Sport, bei Erfolgserlebnissen oder auch bei der Teilnahme an Online-Glücksspielen, wie sie Plattformen wie Casino Groups thematisieren.

Wichtige Erkenntnisse

  • Tyrosin ist eine proteinogene Aminosäure und Bestandteil vieler Proteine im menschlichen Körper

  • Ein Teil des Tyrosins wird über die Nahrung aufgenommen, ein anderer Teil entsteht im Körper aus der Aminosäure Phenylalanin

  • Tyrosin ist die biochemische Ausgangsstufe für mehrere wichtige Neurotransmitter, darunter Dopamin, Noradrenalin und Adrenalin

  • Tyrosin wird außerdem für die Bildung der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) benötigt

  • Die Aminosäure ist auch an der Produktion von Melanin beteiligt, dem Pigment, das Haut, Haare und Augen ihre Farbe verleiht

  • Eine ausgewogene, eiweißreiche Ernährung liefert in der Regel ausreichend Tyrosin

In welchen Lebensmitteln steckt Tyrosin?

Tyrosin kommt in vielen Lebensmitteln vor, vor allem in eiweißreichen. Besonders gute Quellen sind Sojabohnen, Tofu und andere Sojaprodukte, aber auch Nüsse, Samen, Hülsenfrüchte und Hafer liefern relevante Mengen der Aminosäure. Damit zeigt sich schon: Tyrosin ist keineswegs nur in tierischen Lebensmitteln zu finden, sondern auch in vielen pflanzlichen Produkten gut vertreten.

Wichtig ist dabei, dass Tyrosin in Lebensmitteln meist als Bestandteil von Proteinen vorliegt. Der Körper spaltet diese Proteine bei der Verdauung in einzelne Aminosäuren auf und kann Tyrosin dann aufnehmen und weiterverarbeiten. Das gilt für tierische wie für pflanzliche Lebensmittel gleichermaßen.

Gerade bei rein pflanzlicher Ernährung ist die Versorgung deshalb in der Regel kein Problem, solange sie abwechslungsreich und ausreichend eiweißreich gestaltet ist. Hinzu kommt, dass es auch pflanzliche Lebensmittel mit freien Aminosäuren gibt, also solchen, die nicht erst vollständig aus Proteinen herausgelöst werden müssen.

Das ist vor allem bei fermentierten Produkten der Fall. Auch das zeigt, dass pflanzliche Ernährung dem Körper Tyrosin auf gut nutzbare Weise liefern kann. Lebensmittel wie Linsen, Kichererbsen, Mandeln oder Sojaprodukte sind daher sehr gute Beispiele dafür, wie breit Tyrosin in pflanzlicher Nahrung vertreten ist.

Lebensmittel mit hohem Tyrosin-Gehalt

  • Sojabohnen (ca. 1.750 mg pro 100 g)

  • Kürbiskerne (ca. 1.200 mg pro 100 g)

  • Erdnüsse (ca. 1.050 mg pro 100 g)

  • Sesamsamen (ca. 900 mg pro 100 g)

  • Mandeln (ca. 750–800 mg pro 100 g)

  • Sonnenblumenkerne (ca. 700 mg pro 100 g)

  • Tofu (ca. 600–700 mg pro 100 g)

Tyrosin und das Dopamin-System

Richtig spannend wird Tyrosin vor allem dort, wo es um Dopamin geht. Denn aus Tyrosin stellt der Körper am Ende genau diesen Botenstoff her. Vereinfacht gesagt ist Tyrosin also ein wichtiger Rohstoff für ein System im Gehirn, das mit Motivation, Belohnung und Antrieb zu tun hat.

Dopamin wird immer dann relevant, wenn wir etwas als positiv, spannend oder lohnend empfinden. Das kann nach dem Sport sein, beim Essen, nach einem Erfolgserlebnis oder auch dann, wenn wir soziale Bestätigung bekommen.

Besonders stark reagiert dieses System aber oft auf Dinge, bei denen Spannung, Erwartung und mögliche Belohnung zusammenkommen. Genau deshalb spielt Dopamin auch bei Videospielen oder Glücksspiel eine Rolle. Das Gehirn reagiert dabei nicht nur auf den Gewinn selbst, sondern oft schon auf die Aussicht darauf.

Tyrosin als Baustein von Melanin

Tyrosin hat im Körper noch eine ganz andere Aufgabe. Es ist nämlich auch an der Bildung von Melanin beteiligt. Das ist der Farbstoff, der Haut, Haaren und Augen ihre jeweilige Pigmentierung gibt. Ohne Tyrosin könnte der Körper dieses Pigment nicht in der gewohnten Form herstellen.

Melanin ist aber nicht nur für die Optik zuständig, sondern auch für den Schutz der Haut. Es hilft dabei, einen Teil der UV-Strahlung abzufangen, bevor diese tiefer ins Gewebe eindringen und dort Zellen schädigen kann.

Man kann also sagen, dass das Tyrosin auch ein wichtiger Teil des natürlichen Schutzsystems des Körpers ist. Wie viel Melanin gebildet wird, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Entsprechend unterschiedlich fällt auch die natürliche Widerstandskraft gegenüber starker Sonneneinstrahlung aus.

Wichtige Rolle bei Schilddrüsenhormonen

Tyrosin ist auch für die Schilddrüse wichtig. Die Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) werden aus Tyrosin und Jod gebildet. Diese Hormone steuern viele Vorgänge im Körper, darunter den Energieverbrauch, die Körpertemperatur und den Stoffwechsel.

Ohne Tyrosin könnte die Schilddrüse diese Stoffe nicht herstellen. Damit zeigt sich, dass die Aminosäure nicht nur für das Nervensystem wichtig ist, sondern auch für den gesamten Energiehaushalt des Körpers.

Ist ein Tyrosin-Mangel möglich?

Ein echter Tyrosinmangel ist selten. Problematisch wird es meist nur dann, wenn die Ernährung über längere Zeit sehr einseitig und stark proteinarm ist. Auch bestimmte Stoffwechselerkrankungen können die Versorgung beeinträchtigen.

Ein wichtiges Beispiel ist Phenylketonurie. Dabei kann der Körper Phenylalanin nicht normal verarbeiten, aus dem normalerweise Tyrosin gebildet wird. Auch extreme Diäten oder länger andauernde Mangelernährung können dazu führen, dass insgesamt zu wenig Aminosäuren zur Verfügung stehen.

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"