Home Medizin Zielen Sie auf diese Serumharnsäurespiegel, um Gichtanfälle zu verhindern

Zielen Sie auf diese Serumharnsäurespiegel, um Gichtanfälle zu verhindern

von NFI Redaktion

Die neueste Untersuchung zu klinischen Maßnahmen, die darauf abzielen, bei Patienten mit Gicht bestimmte angestrebte Serumuratspiegel (SU) von weniger als 5 oder 6 mg/dl zu erreichen, deutet darauf hin, dass damit die große Mehrheit der Gichtanfälle und Krankenhausaufenthalte im Durchschnitt über 8,3 Jahre verhindert werden könnte. Die Ergebnisse dieser Studie, die in JAMA veröffentlicht wurden, unterstreichen die Bedeutung der angestrebten Serumharnsäurespiegel zur Vorbeugung von Gichtanfällen in der Grundversorgung, wo die Mehrheit der Gichtpatienten behandelt wird, so der Rheumatologe und Co-Autor Dr. Hyon K. Choi von der Harvard Medical School und dem Massachusetts General Hospital.

Eine Gicht wird durch die Kristallisation von Mononatriumurat in den Gelenken verursacht, was auftritt, wenn der SU-Spiegel den Sättigungspunkt für die Harnsäurekristallisation im Körper überschreitet: etwa 6,8 mg/dl. Es wurde ein starker Zusammenhang zwischen Serumharnsäurespiegeln über diesem Sättigungspunkt und dem Risiko der Entwicklung neuer Gichtfälle bei Personen ohne Gicht zu Studienbeginn festgestellt. Allerdings wurde kein Zusammenhang zwischen dem Serumharnsäurespiegel und dem Risiko wiederkehrender Schübe bei vorbestehenden Gichtpatienten nachgewiesen, was für die klinische Praxis der Gichtversorgung relevant wäre.

Die Studie verfolgte 3613 Patienten im Alter von 40 bis 69 Jahren mit Gicht von 2006 bis 2010 bis 2017 oder 2020. Es stellte sich heraus, dass bei 27 % der Patienten 1773 neue Episoden akuter Gicht auftraten, und 64 Krankenhauseinweisungen mit Gicht als Hauptentlassungsdiagnose identifiziert wurden. Die meisten Schübe traten bei Patienten mit hohen Serumharnsäurespiegeln auf, was darauf hinweist, dass niedrigere Werte das Risiko von Gichtanfällen deutlich reduzieren können.

Die Ergebnisse der Studie sind wichtig, da sie darauf hindeuten, dass die überwiegende Mehrheit der Gichtpatienten in der Grundversorgung ihre SU-Werte nicht überwacht und Hemmungssymptome stattdessen nach Bedarf behandelt werden, anstatt ein zieldgerichtetes Vorgehen zu verfolgen. Künftige Studien werden sich darauf konzentrieren, wie diese Ziele in der klinischen Praxis besser erreicht werden können und welche Medikamente oder nichtpharmakologischen Maßnahmen die Uratbelastung reduzieren können, und gleichzeitig kardiovaskuläre Nieren-Komorbiditäten bei Gichtpatienten behandeln können.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.