Home Medizin Ziel des POINT-Projekts ist es, innovative Strategien zur Bewältigung der langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 zu entwickeln

Ziel des POINT-Projekts ist es, innovative Strategien zur Bewältigung der langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 zu entwickeln

von NFI Redaktion

Das POINT-Projekt wurde am 1. Januar 2024 gestartet, um innovative Strategien zur Prävention und Behandlung nichtübertragbarer Krankheiten in der postakuten Phase von COVID-19 zu entwickeln. Diese Phase tritt etwa vier Monate nach der Infektion auf.

Diese Forschungsinitiative konzentriert sich auf die langfristigen gesundheitlichen Folgen der Krankheit, insbesondere auf nichtübertragbare Erkrankungen, die das Lungen-, Herz-Kreislauf- und Nierensystem beeinflussen können. In der EU wurden über 183 Millionen Fälle gemeldet, wobei bei bis zu 70 % der Patienten eine eingeschränkte Organfunktion nach der Infektion auftritt. Daher ist es dringend erforderlich, diese langfristigen Auswirkungen anzugehen.

Das POINT-Projekt zielt darauf ab, sozioökonomische Kosten durch die Einführung fortschrittlicher Biomarker, eines virtuellen Zwillingsmodells für die klinische Unterstützung und umfassender Leitlinien für Gesundheitsdienstleister zu mildern.

Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass die Auswirkungen dieser Krankheit noch viele Monate über die akute Phase hinaus anhalten können und das Risiko chronischer Krankheiten verschlechtern können. Mit POINT wollen wir ein besseres Verständnis der postakuten Phase von COVID-19 vermitteln und Instrumente entwickeln, um das Risiko langfristiger Folgen zu minimieren.

– Claus Desler, POINT-Koordinator der Universität Kopenhagen

Chiara Palazzetti, Projektmanagerin der Fondazione ICONS, betont die Bedeutung, die Ergebnisse des Projekts zu verbreiten und die Gesundheitsgemeinschaft dazu zu bringen, die entwickelten Verfahren und Richtlinien zu übernehmen, um bessere Ergebnisse für die Patienten zu erzielen.

POINT setzt auf ein interdisziplinäres Team aus klinischen, molekularen, Verhaltens- und Informatikexperten, das auf umfangreiche Kohorten und Biobanken mit Daten von über 6 Millionen Europäern zurückgreifen wird. Diese gemeinsame Anstrengung wird entscheidend sein, um die gesundheitlichen Herausforderungen nach der COVID-19-Krise zu bewältigen.

Das Projekt schließt eine Lücke in der aktuellen Reaktion des Gesundheitswesens auf die Pandemie und konzentriert sich auf die bislang wenig erforschte postakute Phase. Durch die Entwicklung klinischer Leitlinien und Entscheidungsunterstützungstools wird POINT über 120.000 Ärzten und der gesamten Wertschöpfungskette im Gesundheitswesen entscheidende Unterstützung bieten.

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