Home Medizin Wir wissen, dass ein gesunder Darm Infektionen bekämpft. Neue Studie zeigt, wie

Wir wissen, dass ein gesunder Darm Infektionen bekämpft. Neue Studie zeigt, wie

von NFI Redaktion

Darmbakterien sind gemeinsam stärker, wenn es darum geht, Infektionskrankheiten vorzubeugen, wie eine neue Studie in Science zeigt.

Laut der Studie konkurrieren eine große, vielfältige Gemeinschaft von Darmbakterien und Krankheitserreger um Nährstoffe, was dazu führen kann, dass den Krankheitserregern der Treibstoff fehlt, um sich anzusiedeln und in den Körper einzudringen.

Die Studie ergab, dass je mehr verschiedenen Mikroben im Darm vorhanden sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie sich hinsichtlich Nährstoffen mit den Krankheitserregern überschneiden. Dieser Überlappungseffekt bietet einen besseren Schutz, wie die Studie zeigt.

Frances Spragge, leitende Studienautorin und Forscherin an der Abteilung für Biochemie der Universität Oxford, betonte, dass die verfügbaren Nährstoffe für Krankheitserreger begrenzt sind, was ihre Invasion blockiert.

Laut Thomas Schmidt, Professor für Mikrobiologie und Immunologie an der University of Michigan, ist der Wettbewerb um Ressourcen ein entscheidender Faktor für die Blockierung der Kolonisierung von Krankheitserregern. Diese Erkenntnisse könnten nützlich sein, um im Rahmen der Behandlung von Infektionen, bestimmte Mikroben zu identifizieren, so Schmidt.

Methoden der Forscher

In Reagenzglasexperimenten untersuchten die Forscher 100 Stämme menschlicher Darmbakterien gegen zwei bakterielle Krankheitserreger: Klebsiella pneumoniae und Salmonella typhimurium. Die Ergebnisse zeigten, dass die Kombination verschiedener Bakterienarten den besten Schutz bot, insbesondere in Kombination mit E. coli.

Tests an Mäusen zeigten ähnliche Ergebnisse, wobei eine erhöhte Anzahl von Bakterienarten in der Gemeinschaft den Schutzcharakter erhöhte. Es war entscheidend, dass bestimmte Schlüssel-Darmarten vorhanden waren, da diese eine erhöhte Überlappung im Nährstoffverbrauch mit den Krankheitserregern aufwiesen.

Bedeutung der Studienergebnisse

Die Studienergebnisse könnten den Weg für mikrobiombasierte Behandlungen von Infektionskrankheiten ebnen, so die Forscher. Einschließlich der Möglichkeit, die Kombinationen von Darmbakterien zu identifizieren, die am stärksten vor einem bestimmten Krankheitserreger schützen könnten.

Der Einsatz von Mikrobiota-basierten Behandlungen gewinnt zunehmend an Interesse, vor allem bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Die Studie unterstreicht auch die Bedeutung einer ballaststoffreichen Ernährung zur Förderung der Darmgesundheit und die Notwendigkeit, den unnötigen Einsatz von Antibiotika zu minimieren, um die Mikrobiomvielfalt zu erhalten und das Risiko von Infektionen durch bakterielle Krankheitserreger zu verringern.

Christina Szalinski ist eine freiberufliche Wissenschaftsjournalistin mit einem Doktortitel in Zellbiologie und lebt im Bundesstaat New York.

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