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Wie stehen Ärzte zur Sterbehilfe?

von NFI Redaktion

Die öffentliche Meinung zur Sterbehilfe scheint sich zu ändern, aber was denken Ärzte darüber? Bei einer Gesetzesänderung in dieser Angelegenheit, werden es die Ärzte sein, die lebensbeendende Medikamente verschreiben oder verabreichen.

Professor Aneez Esmail, ein Mitglied des Royal College of GPs, mit 30 Jahren Erfahrung als Allgemeinmediziner und emeritierter Professor an der Universität Manchester, glaubt, dass die Ansichten der Ärzte zur Sterbehilfe tatsächlich im Wandel sind. „Ohne Zweifel ist das der Fall, und zum Teil lassen wir uns dabei von der Öffentlichkeit leiten. Was ich herausgefunden habe, ist, dass die Patienten eher bereit sind, sich an der Diskussion zu beteiligen, was die Bereitschaft der Ärzte erhöht hat, darüber zu sprechen.“

Sterbehilfe stand in letzter Zeit ganz oben auf der britischen Nachrichtenagenda. Mehrere Prominente, allen voran Dame Esther Rantzen, haben ihre Unterstützung dafür zum Ausdruck gebracht. Der Daily Express und Dignity in Dying haben eine Petition gestartet, um Dame Esthers Forderung nach einer Parlamentsdebatte zu unterstützen. Bis heute hat es mehr als 120.000 Unterschriften. Außerdem wird der Gesundheits- und Sozialausschuss des Parlaments Anfang dieses Jahres seinen lang erwarteten Bericht über Sterbehilfe veröffentlichen.

Eine aktuelle Umfrage im Jahr 2023 ergab, dass 65 % der Menschen im Vereinigten Königreich der Meinung sind, dass es legal sein sollte, dass ein Arzt einem Erwachsenen mit gesundem Verstand und weniger als sechs Monaten Lebenszeit dabei hilft, freiwillig sein eigenes Leben zu beenden.

Die British Medical Association hat ihre Position zur ärztlichen Sterbehilfe im Jahr 2021 geändert. Sie war dagegen gewesen, vertritt nun aber eine neutrale Haltung. Eine Umfrage unter seinen Mitgliedern ergab, dass 50 % eine Gesetzesänderung wünschen, die Ärzten erlaubt, lebensbegrenzende Medikamente für unheilbar kranke Erwachsene mit gesundem Verstand zu verschreiben, die weniger als sechs Monate zu leben haben, um sich selbst zu verabreichen. Einige Ärzte glauben, dass eine Änderung der Gesetze zur Sterbehilfe notwendig ist, während andere dagegen sind.

Die Debatte über Sterbehilfe wird fortgesetzt und es bleibt abzuwarten, ob die Abgeordneten im nächsten Parlament darüber debattieren werden. Jeder Gesetzesvorschlag würde wahrscheinlich als Gesetzentwurf privater Abgeordneter und nicht von einer politischen Partei eingebracht werden.

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