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Wie läuft es mit dem virtuellen Besuch?

von NFI Redaktion

Während sich die Welt mit den Herausforderungen der COVID-19-Pandemie auseinandersetzte, hat sich Telemedizin zu einem entscheidenden Instrument entwickelt, um medizinische Versorgung anzubieten und das Risiko einer Virusübertragung zu minimieren. Im Jahr 2020 stieg die Zahl der Telemedizinbesuche für Medicare-Empfänger von 5 Millionen auf 53 Millionen. Obwohl die Nutzungsraten während der Pandemie ihren Höhepunkt erreichten, liegen sie immer noch über dem Niveau vor der Pandemie.

Ärzte haben sich schnell an virtuelle Plattformen gewöhnt, um Konsultationen durchzuführen, Patienten aus der Ferne zu überwachen und psychosoziale Dienste per Telemedizin anzubieten. Dieser schnelle Übergang sicherte die Patientensicherheit und zeigte das Potenzial der Telemedizin, den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu verbessern, insbesondere in unterversorgten Gemeinden.

Seit dem beispiellosen Anstieg der Nutzung sank das Besuchsvolumen im Bereich Telemedizin von 76,6 Millionen Besuchen im zweiten Quartal 2020 auf 41,5 Millionen Besuche im vierten Quartal 2022, was einem Rückgang von 45,8 % entspricht, so Trilliant Health, ein Marktforschungsunternehmen. Wie sieht es vier Jahre nach der Pandemie heute mit der Telegesundheit aus?

Aktuelle Landschaft:

Obwohl der anfängliche Anstieg nachgelassen hat, liegt die Akzeptanz virtueller Pflege weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Pandemie. Viele Ärzte haben Telemedizin in ihre Praxismodelle integriert und bieten einen hybriden Ansatz an, der persönliche Besuche mit virtuellen Konsultationen kombiniert. Es gibt jedoch weiterhin Herausforderungen wie Erstattungsprobleme, technologische Hindernisse und die Einbeziehung der Patienten, was die Notwendigkeit kontinuierlicher Innovation und Unterstützung unterstreicht.

Dr. Robert McLaughlin II, Orthopäde bei Concierge Orthopaedics in Boston, betont die Bedeutung der Telemedizin für die kontinuierliche Versorgung von Patienten, insbesondere für solche mit Mobilitätsproblemen oder nach einer Operation. Er hebt die Nützlichkeit der Telemedizin für die Nachsorge nach einer Operation hervor, bei der keine körperliche Manipulation durch den Chirurgen erforderlich ist. Die meisten Patienten sind mit den über Telemedizin erbrachten Dienstleistungen zufrieden, obwohl die Wirksamkeit eines virtuellen Besuchs von den medizinischen Problemen des Patienten abhängen kann.

Chancen und Herausforderungen:

Telemedizin bietet Ärzten die Möglichkeit, die Patientenversorgung zu verbessern, die Effizienz zu steigern und die Reichweite zu vergrößern. Trotz Herausforderungen wie Datensicherheit und Integration in elektronische Gesundheitsakten (EHRs) kann die Telegesundheit eine wertvolle Ergänzung zur Gesundheitsversorgung sein. Weiterhin müssen Telemedizin-Technologie und -Lösungen verbessert werden, um die Nutzerfreundlichkeit und Vorteile für Ärzte und Patienten zu maximieren.

Es wird erwartet, dass die Telemedizin auch in Zukunft eine wichtige Rolle bei der Gesundheitsversorgung spielen wird, insbesondere bei der Behandlung chronischer Erkrankungen und in der Verhaltensgesundheit. Durch die Bewältigung bestehender Herausforderungen und den Einsatz weiterer Innovationen wird die Telegesundheit die sich ändernden Bedürfnisse von Ärzten und Patienten erfüllen und anpassen können.

Über die Autorin:

Jennifer Nelson ist Redakteurin für Reportagen bei Medscape. Ihre Arbeiten wurden auch auf WebMD, Medical Economics und MedPage Today sowie in The Washington Post, AARP, US News & World Report, The Oprah Magazine, Women’s Health und anderen Veröffentlichungen veröffentlicht.

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