Home Gesundheit Wie geht es mit der bipolaren Behandlung weiter?

Wie geht es mit der bipolaren Behandlung weiter?

von NFI Redaktion

Von Paula Zimbrean, MD, im Gespräch mit Hallie Levine

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden enorme Fortschritte in der Behandlung der bipolaren Störung erzielt. Wir haben gelernt, dass es verschiedene Typen gibt: Bipolar I, Bipolar II und zyklothymisch. Jeder Typ präsentiert sich unterschiedlich und erfordert unterschiedliche Behandlungen.

Wir sind besser geworden darin zu erkennen, ob die Symptome tatsächlich auf eine bipolare Störung oder auf etwas anderes zurückzuführen sind. Zudem haben wir bahnbrechende neue Behandlungen entwickelt, die den Körper schonen und es Menschen mit bipolarer Störung ermöglichen, ein erfülltes Leben zu führen. Das erfüllt mich am meisten mit Freude.

Wir haben uns von der ausschließlichen Verwendung von Lithium entfernt. Heute werden Patienten viel häufiger mit Antipsychotika oder Antidepressiva behandelt. Lithium ist zwar sehr effektiv, birgt jedoch Risiken von Nebenwirkungen, insbesondere bei hohen Dosen. Deshalb setzen wir es heutzutage in viel niedrigeren Dosen ein.

In den letzten Jahrzehnten haben sich auch neue Medikamente wie Antikonvulsiva und Antipsychotika der zweiten Generation als wirksam bei der Behandlung der bipolaren Störung erwiesen. Die Verfügbarkeit langwirksamer atypischer Antipsychotika sowie die Entwicklung von Gentherapie und Medikamente zur Behandlung unerwünschter Nebenwirkungen zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, um die Lebensqualität von Menschen mit bipolarer Störung zu verbessern.

Es gibt mehr Langzeitmedikamente.

Ein wichtiger Fortschritt war die Verfügbarkeit langwirksamer atypischer Antipsychotika. Durch Langzeitinjektionen konnte die Nichteinhaltungsrate reduziert und somit die Genesungsergebnisse verbessert werden.

Wir bewegen uns in Richtung Gentherapie.

Die Forschung zur Identifikation von Genen, die das Risiko einer bipolaren Störung erhöhen, gibt uns Hoffnung, dass wir bald Präzisionsmedizin für bipolare Störungen anwenden können.

Es gibt Medikamente zur Behandlung unerwünschter Nebenwirkungen.

Neue Medikamente können dazu beitragen, unerwünschte Nebenwirkungen von antipsychotischen Medikamenten zu reduzieren, was die Patientenmotivation zur langfristigen Einnahme verbessern kann.

Nichtmedikamentöse Therapien sind auf dem Vormarsch.

Neue nichtinvasive Verfahren wie transkranielle Magnetstimulation werden untersucht, um wirksame Behandlungsalternativen für bipolare Störungen zu entwickeln.

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