Home Medizin Wie das Jahr 2023 die Versorgung von Internisten veränderte

Wie das Jahr 2023 die Versorgung von Internisten veränderte

von NFI Redaktion

Im vergangenen Jahr gab es bedeutende Änderungen in den Präventionsstandards für Angstzustände, HIV und RSV sowie neue Richtlinien für die Behandlung von Vorhofflimmern. Um mehr darüber zu erfahren, wie sich dies auf die Innere Medizin auswirkt, sprachen wir mit Dr. Sarah Candler, MPD, MPH, einer Internistin aus Houston, die sich auf ältere Menschen mit hohem Risiko spezialisiert hat.

Frage: Welche neuen Präventionsrichtlinien hatten im vergangenen Jahr den größten Einfluss auf Sie?
Antwort: Als Hausarzt konzentriere ich mich darauf, zu verhindern, dass Menschen überhaupt erst krank werden, insbesondere angesichts der gesunkenen Lebenserwartung. Ich begrüße die neuen Empfehlungen der US Preventive Services Task Force, insbesondere die Verwendung von PREP zur vorbeugenden Behandlung von Personen mit einem Risiko für HIV-Infektion.

Frage: Wie sicher ist diese Empfehlung?
Antwort: Die Task Force vergibt unterschiedliche Noten für ihre Empfehlungen. Für die Richtlinien zu PREP geben sie die Note A, was bedeutet, dass dies auf jeden Fall umgesetzt werden sollte.

Frage: Was sind die besten Strategien, um Patienten persönliche Fragen zu ihrem Sexualleben zu stellen, um ihr Risiko einzuschätzen?
Antwort: Es gibt keinen festen Weg, um diese Fragen zu stellen, aber es ist wichtig zu betonen, dass das Ziel darin besteht, Informationen zu sammeln und den Patienten Empfehlungen zu geben, anstatt zu urteilen.

Frage: Welche anderen Richtlinien hatten im Jahr 2023 Auswirkungen?
Antwort: Die neuen Empfehlungen zur Untersuchung von Angstzuständen bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 64 Jahren und die Überarbeitung der Sichtweise auf Vorhofflimmern durch das American College of Cardiology und die American Heart Association hatten ebenfalls große Auswirkungen.

Frage: Was sollten Internisten über die neuen CDC-Richtlinien wissen, die die Diskussion über RSV-Impfstoffe mit Patienten über 60 Jahren fördern?
Antwort: Die Impfungen werden für Personen mit Grunderkrankungen empfohlen, und es stehen zwei Impfstoffe zur Verfügung. Sie basieren auf Proteinen und sind Einzeldosis-Impfstoffe.

Frage: Was sollten Internisten sonst noch wissen, was im Jahr 2023 neu ist?
Antwort: Die Überarbeitung der Sichtweise auf Vorhofflimmern ermöglicht es uns zu überlegen, wie wir es stoppen können, bevor es beginnt, und empfiehlt eine frühzeitige Rhythmuskontrolle sowie Katheterablation als Erstlinientherapie.

Abschließend ist es wichtig für Internisten, sich über neue medizinische Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten, um ihren Patienten die bestmögliche Versorgung bieten zu können.

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