Home Gesundheit Was sind die langfristigen Auswirkungen der B-Zell-Therapie bei MS?

Was sind die langfristigen Auswirkungen der B-Zell-Therapie bei MS?

von NFI Redaktion

Behandlung von Multipler Sklerose durch B-Zell-Therapie

Bei Multipler Sklerose (MS) arbeitet das Immunsystem gegen den Körper, indem es die Schutzschicht, die die Nervenfasern umgibt, angreift. Bisher war die Hauptursache dafür die Immun-T-Zellen, während Immun-B-Zellen als unschuldige Zuschauer galten.

Neue Erkenntnisse haben gezeigt, dass bestehende MS-Behandlungen die Funktionsweise der B-Zellen verändern und somit wirken. Könnte es also möglich sein, MS durch gezieltes Eingreifen in die B-Zellen zu behandeln?

Eine vielversprechende Möglichkeit dafür ist die antikörperbasierte Behandlung namens Rituximab (Rituxan), die zur Behandlung von B-Zell-Lymphomen eingesetzt wird. Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass Rituximab Menschen mit MS helfen kann, indem es zu weniger Hirnläsionen und Rückfällen führt.

Darüber hinaus hat die FDA drei B-Zell-Therapiebehandlungen zugelassen, die helfen können, MS zu behandeln: Ocrelizumab (Ocrevus), Ofatumumab (Kesimpta) und Ublituximab-xiiy (Briumvi). Diese Behandlungen variiert in ihrer Anwendungshäufigkeit und -methode.

Unabhängig von der ausgewählten Therapie ist das Ziel, die Anzahl der B-Zellen im Körper zu reduzieren, um die Krankheit zu kontrollieren. Der langfristige Nutzen soll darin bestehen, Behinderungen zu verhindern, und die Verläufe der Krankheit über Jahre zu kontrollieren.

Wann sollte eine B-Zell-Therapie in Betracht gezogen werden?

Die B-Zell-Therapie zielt darauf ab, neue Schäden im Nervensystem zu verhindern und kann innerhalb der ersten paar Monate bis zu einem Jahr zu weniger Rückfällen und Hirnläsionen führen. Bei der Entscheidung für die Behandlung sollten potenzielle Risiken und Vorteile ausführlich mit dem Arzt besprochen werden.

Einige Ärzte können zunächst ältere Medikamente verschreiben, um deren Wirksamkeit zu testen. Wenn es zu einem Rückfall kommt, kann die B-Zell-Therapie in Betracht gezogen werden. Ein schrittweiser Ansatz zur Behandlung von MS kann hilfreich sein, aber die neuere Vorgehensweise beinhaltet den Einsatz der stärksten Medikamente von Anfang an, um die Krankheitsaktivität zu kontrollieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die B-Zell-Therapie zwar effektiv sein kann, aber auch Risiken mit sich bringt, wie ein erhöhtes Infektionsrisiko und eine verminderte Wirksamkeit von Impfstoffen. Es gibt keine Einheitslösung, und es ist ratsam, alle Aspekte mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, bevor man sich für eine Behandlung entscheidet.

Wie lange benötigen Sie eine B-Zell-Therapie?

Es ist noch nicht klar, ob die B-Zell-Therapie dauerhaft ist, aber sie kann langfristig zur Kontrolle der MS-Symptome beitragen. Über die langfristige Anwendungsdauer sollte mit dem Arzt beraten werden, da die Auswirkungen auf den Körper noch nicht vollständig bekannt sind.

In den meisten Fällen erreicht die Höchstaktivität der MS in Bezug auf entzündungsverursachende Rückfälle frühzeitig ein Niveau, das eine aggressive Behandlung erfordert. In Zukunft könnten spezifischere Behandlungen entwickelt werden, die weniger Risiken mit sich bringen.

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