Home Medizin Was halten Onkologiepatienten von der elektronischen Überwachung?

Was halten Onkologiepatienten von der elektronischen Überwachung?

von NFI Redaktion

Die Ergebnisse einer italienischen Umfrage, die im Rahmen der ESMO Real World Data und digitalen Onkologie veröffentlicht wurde, zeigen, dass onkologische Patienten grundsätzlich für neue elektronische Überwachungssysteme aufgeschlossen sind. Diese Umfrage bewertete die Ansichten der Patienten zur elektronischen Version der Patient Reported Outcome Measures (ePROMs).

Mit „Patient Reported Outcomes“ (PROs) bezieht sich auf Berichte über den Gesundheitszustand eines Patienten, die direkt vom Patienten stammen, ohne Interpretation durch einen Arzt oder andere Personen. „PROMs sind die Tools (speziell konstruierte Fragebögen), mit denen diese Informationen gesammelt werden können“, erklärte Massimo Di Maio, Direktor der Universitätsmedizinischen Onkologie am Le Molinette-Krankenhaus in Turin. Di Maio, Autor der ersten ESMO-Leitlinien zum Einsatz von PROMs in der onkologischen Versorgung, betonte die Bedeutung dieser Instrumente.

Positive Einstellung zur Technologie

In einer Umfrage unter 220 Patienten der onkologischen Tagesklinik des Mauriziano-Krankenhauses in Turin, zeigte sich, dass die Mehrheit der Teilnehmer (82 %) die Einführung von ePROMs in Form von Smartphone- oder Tablet-Apps oder Websites unterstützte. Obwohl einige Patienten Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Interaktion mit Ärzten äußerten, überwog die positive Einstellung zur elektronischen Datenerfassung und -überwachung.

Hindernisse überwinden

Die Studie ergab, dass einige Patienten Bedenken wegen des Datenschutzes und der möglichen Auswirkung auf die Arzt-Patient-Beziehung bei der Verwendung von ePROMs hatten. Es wurde betont, dass die Einführung dieser Instrumente dazu dienen soll, die Beziehung zu stärken und die Behandlung zu verbessern, anstatt sie zu ersetzen.

Engagement und Optimismus

Trotz der positiven Ergebnisse gibt es in der italienischen Onkologie noch Herausforderungen bei der Implementierung von PROMs. Die wissenschaftliche Gemeinschaft engagiert sich jedoch für die Förderung dieser Instrumente. Die AIOM-Konferenz in Bologna im Juni wird sich auf PROMs konzentrieren und verschiedene Stakeholder zusammenbringen, um praktische Erfahrungen auszutauschen und Ressourcen für die Implementierung zu finden.

Die positiven Auswirkungen von ePROMs werden allmählich verstanden und akzeptiert, und die meisten Patienten sehen sie als nützliches Instrument auf ihrem Pfad zur Versorgung. Es wird betont, dass die Einführung dieser Technologien die Versorgung ergänzen und verbessern soll, anstatt traditionelle Methoden zu ersetzen.

Dieser Artikel wurde aus dem Univadis Italien übersetzt, das Teil des professionellen Netzwerks Medscape ist. Er wurde vor der Veröffentlichung von menschlichen Redakteuren überprüft.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.