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Was du wissen musst

von NFI Redaktion

Das sexuelle Verlangen bei Frauen kann im Laufe der Jahre schwanken, was oft auf Veränderungen in Beziehungen, Stress und körperliche Veränderungen wie Schwangerschaft und Wechseljahre zurückzuführen ist. Etwa 10 % der Frauen haben jedoch mit einem geringen Sexualtrieb zu kämpfen, der ihnen Kummer bereitet. Dies wird als hypoaktive sexuelle Verlangensstörung (HSDD) bezeichnet.

Vor kurzem hat die FDA zwei verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von HSDD zugelassen, die oft als „weibliches Viagra“ bezeichnet werden. Diese Medikamente wirken jedoch sehr unterschiedlich von Viagra, da sie die Aktivität chemischer Botenstoffe im Gehirn steigern, die für das Erregungsgefühl von entscheidender Bedeutung sind.

Im Gegensatz zu Viagra, das bei Männern erektile Dysfunktion behandelt, ist eine geringe Libido bei Frauen ein komplexeres Problem. Die FDA hat Flibanserin (Addyi) und Bremelanotid (Vyleesi) für die Behandlung von HSDD zugelassen. Diese Medikamente steigern die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen sich in Stimmung fühlen, erhöhen aber nicht die sexuelle Leistungsfähigkeit.

Ihr Arzt wird möglicherweise empfehlen, zusätzlich zu den Medikamenten eine Sexualaufklärung und -beratung in Anspruch zu nehmen. Auch eine Hormontherapie kann notwendig sein, wenn körperliche Probleme den Sex beeinträchtigen.

Um eines der beiden Medikamente verschrieben zu bekommen, muss Ihr Arzt zuerst HSDD diagnostizieren. Die Kosten für die Medikamente variieren je nach Versicherung. Welches Medikament für Sie geeignet ist, hängt von Ihrem Lebensstil und den individuellen Bedenken und Risiken ab.

Forscher haben hauptsächlich untersucht, wie die Medikamente bei Frauen vor der Menopause wirken. Frauen, die schwanger sind oder stillen, sollten keines der beiden Arzneimittel einnehmen.

Es gibt einige Frauen, die die Medikamente nicht einnehmen sollten, da sie mit anderen Medikamenten interagieren oder Nebenwirkungen hervorrufen können. Um die Wirksamkeit der Behandlung zu messen, untersuchen Ärzte, ob das sexuelle Verlangen zugenommen hat und ob die damit verbundene Belastung zurückgegangen ist.

Es gibt kein „normales“ Maß an Sex oder Verlangen, daher ist eine Veränderung der Belastung, die eine Frau wegen ihres Sexualtriebs empfindet, oft ein wichtiger Hinweis darauf, wie gut die Behandlung wirkt. Wenn nach 8 Wochen keine Veränderung bemerkt wird, kann die Einnahme des Arzneimittels beendet werden. Trotzdem stellen die Medikamente einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung dar für Frauen mit HSDD.

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