Home Gesundheit Warum sind nicht mehr Teenager vollständig geimpft?

Warum sind nicht mehr Teenager vollständig geimpft?

von NFI Redaktion

In den Vereinigten Staaten erhalten zu viele Kinder und Jugendliche nicht alle empfohlenen Impfungen, laut H. Cody Meissner, MD, Direktor für pädiatrische Infektionskrankheiten am Tufts Medical Center und Professor für Pädiatrie an der Tufts University School of Medicine. Ursachen hierfür können fehlende Informationen, soziodemografische Unterschiede und Misstrauen gegenüber der Wissenschaft sein.

Ein Beispiel dafür ist der HPV-Impfstoff (Humanes Papillomavirus). Meissner erklärt: „Die HPV-Impfraten sind im vergangenen Jahr leicht gestiegen, aber immer noch niedrig. Jedes Jahr gibt es in den USA etwa 31.000 Fälle von HPV-assoziierten Krebsarten bei Männern und Frauen. Der aktuelle HPV-Impfstoff schützt vor 90 % dieser Infektionen.“

Meissner betont, dass die HPV-Impfung aus einer Serie von drei Impfungen besteht, wobei Teenager, die die erste Dosis vor ihrem 15. Geburtstag erhalten, nur zwei Dosen benötigen. Laut CDC waren 2017 nur 48,6 % der US-Jugendlichen auf dem neuesten Stand der HPV-Impfserie.

Meissner warnt auch davor, dass Eltern die MMR-Impfung (Masern, Mumps, Röteln) vernachlässigen. Er erklärt: „Wir sehen Masernausbrüche in Teilen des Landes, in denen Kinder nicht geimpft werden. Das ist alarmierend, da wir die Masern bereits ausgerottet hatten.“ Er weist darauf hin, dass Grippeimpfungen ebenfalls wichtig sind, da nur etwa die Hälfte der Amerikaner und ein Drittel der Jugendlichen sie erhalten.

Meissner ermutigt trotz möglicher geringer Wirksamkeit zur Grippeimpfung und betont, dass selbst eine geringe Wirksamkeit besser ist als gar keine Impfung. Außerdem gibt er Updates für 2019 zu weiteren Impfempfehlungen für Kinder und Jugendliche.

Zusätzlich zur jährlichen Grippeimpfung teilt Meissner folgende Updates für 2019 zu Impfungen für Kinder und Jugendliche mit:

  • Hepatitis A: Das CDC empfiehlt nun die Hepatitis-A-Impfung für Kleinkinder im Alter von 6 bis 11 Monaten, die ins Ausland reisen.
  • Grippe und Eierallergie: Eine Eierallergie ist kein Grund mehr, die Grippeimpfung zu vermeiden, da der Anteil an Eiprotein im Impfstoff minimal ist.
  • Meningokokken: Alle 11- bis 12-Jährigen sollten eine Impfung mit Meningokokken-Konjugat erhalten.
  • Booster-Shots: Bei gehäuften Ausbrüchen von Masern, Mumps oder Meningokokken sollten Auffrischimpfungen in Betracht gezogen werden.

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