Home Medizin Warum der BMI (Body-Mass-Index) nicht die ganze Geschichte erzählt

Warum der BMI (Body-Mass-Index) nicht die ganze Geschichte erzählt

von NFI Redaktion

Der Begriff BMI (Body-Mass-Index) ist Ihnen wahrscheinlich bereits bekannt. Er basiert auf Ihrer Größe und Ihrem Gewicht und wird häufig verwendet, um festzustellen, ob Sie sich in einem gesunden Gewichtsbereich befinden. Allerdings ist der BMI allein möglicherweise nicht der beste Weg, um Ihre Figur einzuschätzen.

Der BMI, der aus der Größe und dem Gewicht einer Person berechnet wird, lässt sich in vier Kategorien einteilen:

  • Untergewicht: BMI unter 18,5
  • Normal: BMI von 18,5 bis 24,9
  • Übergewicht: BMI von 25 bis 29,9
  • Fettleibig: BMI von 30 oder höher

Doch wie nützlich ist diese Zahl wirklich?

Dr. Richard L. Atkinson, Forscher und Herausgeber der Fachzeitschrift „Internationale Zeitschrift für Fettleibigkeit“, ist der Ansicht, dass der BMI für den Großteil der Bevölkerung als allgemeines Maß für Fettleibigkeit ausreichend ist. Einige Kritiker sind jedoch anderer Meinung. Scott Kahan, Leiter des National Center for Weight and Wellness, ist davon überzeugt, dass die Beurteilung, ob eine Person nur aufgrund ihrer Größe fettleibig ist, altmodisch und nicht besonders nützlich ist.

Kahan ist darauf spezialisiert, Menschen beim Umgang mit Übergewicht zu helfen, das zu gesundheitlichen Problemen wie Diabetes und Herzerkrankungen führen kann. Er ist der Ansicht, dass der BMI nur ein Ausgangspunkt ist und dass er die Gesundheitsrisiken einer Person nicht angemessen widerspiegelt.

Obwohl der BMI als schnelles Screening-Instrument nützlich sein kann, reicht es laut Kahan nicht aus, nur diese Zahl zu betrachten.

Ihr BMI verrät nichts über die Beschaffenheit Ihres Körpers, beispielsweise wie viel Muskeln im Vergleich zu Fett Sie haben. Daher können Schlussfolgerungen, die nur auf dieser Zahl basieren, irreführend sein.

Wie muskulös du bist: Einige Menschen haben einen hohen BMI, aber nicht viel Körperfett. Ihr Muskelgewebe treibt ihr Gewicht nach oben. Ein Fußballspieler oder Bodybuilder ist ein Beispiel für eine Person, die sehr muskulös ist, obwohl ihr BMI hoch ist.

Ihr Aktivitätsniveau: Jemand, der sehr inaktiv ist, hat möglicherweise einen normalen BMI, aber viel Körperfett, obwohl er möglicherweise nicht außer Form ist.

Dein Körpertyp: Die Lage Ihres Fettes hat einen Einfluss auf Ihre Gesundheit.

Dein Alter: Die Vorstellung eines idealen BMI kann sich mit dem Alter ändern.

Deine Ethnische Herkunft: Es gibt große Unterschiede im BMI und im Gesundheitsrisiko zwischen den ethnischen Gruppen.

Laut Atkinson sind Menschen indischer Abstammung bei relativ niedrigeren BMIs einem höheren Gesundheitsrisiko ausgesetzt, während Afroamerikaner möglicherweise einen hohen BMI haben, jedoch ohne die damit verbundenen Gesundheitsrisiken.

Welche anderen Tools können Sie also neben dem BMI verwenden? Vielleicht möchten Sie Ihr Maßband hervorholen.

Taillenumfang: Für eine genaue Messung sollte das Maßband um Ihre Taille verlaufen.

Um gesundheitlichen Problemen durch Übergewicht vorzubeugen, sollten Männer ihren Taillenumfang auf nicht mehr als 40 Zoll und Frauen auf nicht mehr als 35 Zoll beschränken. Nach Angaben des Joslin Diabetes Center sollten asiatische Männer ihre Taille auf nicht mehr als 35,5 Zoll und asiatische Frauen auf nicht mehr als 31,5 Zoll beschränken.

Verhältnis von Taille zu Körpergröße: Dabei wird Ihr Taillenumfang mit Ihrer Körpergröße verglichen. Es könnte sogar noch hilfreicher sein als der Taillenumfang allein.

Andere Methoden zur Messung des Körperfetts, die möglicherweise genauer sind als die alleinige Verwendung des BMI, umfassen den Taillen-Hüft-Umfang, die Messung der Hautfaltendicke und Ultraschall.

Ihr Arzt kann Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob diese weiteren Tests erforderlich sein könnten.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.