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Warfarin dürfte nach SAVR profitieren

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Eine neue Studie zeigt, dass eine früh postoperative Antikoagulation nach einem chirurgischen Aortenklappenersatz (SAVR) mit einer bioprothetischen Klappe das Überleben verbessern und das Risiko für thromboembolische Ereignisse verringern kann, obwohl ein erhöhtes Risiko für schwere Blutungen besteht.

METHODIK:

  • Forscher analysierten Schadensdaten von gewerblich Versicherten und Medicare Advantage-Teilnehmern in den Vereinigten Staaten, um erwachsene Patienten zu identifizieren, die sich von 2007 bis 2019 einer SAVR unterzogen hatten.
  • Sie untersuchten verschiedene Patientengruppen und passten die klinischen Merkmale mithilfe eines Eins-zu-eins-Propensity-Score (PS) an, um die Ergebnisse zu analysieren.
  • Dabei stellten sie fest, dass eine frühe Antikoagulation nach der Operation das Risiko für Gesamtmortalität und thromboembolische Ereignisse verringerte.

ERGEBNISSE:

  • Die Einnahme von Warfarin früh postoperativ war mit einem um 32 % verringerten Risiko für Gesamtmortalität verbunden.
  • Dies galt sowohl für Patienten, die sich einer isolierten SAVR unterzogen, als auch für solche, die zusätzlich eine Koronararterien-Bypass-Transplantation (CABG) hatten.
  • Die frühe postoperative Verschreibung von Warfarin war auch mit einer Verringerung der thromboembolischen Ereignisse verbunden.
  • Allerdings war die Verschreibung von Warfarin auch mit einem erhöhten Risiko für schwere Blutungsereignisse verbunden.

FAZIT:

Die Studie deutet darauf hin, dass die Vorteile einer früh postoperativen Antikoagulation möglicherweise das geringe erhöhte Risiko für schwere Blutungen überwiegen, insbesondere hinsichtlich des verbesserten Überlebens und des geringeren Risikos für thromboembolische Ereignisse.

QUELLE:

Die Studie wurde von Forschern der Mayo Clinic durchgeführt und online veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Obwohl PS-Matching zur Minimierung von Verzerrungen verwendet wurde, können nicht gemessene Störfaktoren bestehen bleiben. Darüber hinaus könnten die Ergebnisse möglicherweise nicht auf die gesamte US-Bevölkerung übertragbar sein.

OFFENLEGUNG:

Die Autoren haben keine relevanten Interessenkonflikte.

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