Home Medizin Übergang der Epilepsieversorgung von der Kinder- zur Erwachsenenversorgung

Übergang der Epilepsieversorgung von der Kinder- zur Erwachsenenversorgung

von NFI Redaktion

Die Pflege der pädiatrischen Patienten mit Epilepsie, die in die Erwachsenenpflege wechseln, ist mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage ergab, dass der Übergang kaum erleichtert wird, da den Betroffenen nur wenig bis gar keine Informationen über den Prozess bereitgestellt werden und viele immer noch von Hausärzten oder pädiatrischen Neurologen betreut werden. Die Ergebnisse der Studie wurden in Epilepsy & Behavior online veröffentlicht.

Bedarf an Verbesserungen

Dr. Elaine C. Wirrell, Direktorin für pädiatrische Epilepsie und Professorin für Neurologie an der Mayo Clinic in Rochester, Minnesota, kommentierte die Ergebnisse der Studie und betonte die Notwendigkeit, den Übergang zu planen und die Familien besser darauf vorzubereiten, ihre pädiatrischen Patienten in die Erwachsenenversorgung zu überführen. Sie merkt an, dass es nicht ausreicht, einfach den Patienten zu einem erwachsenen Neurologen zu schicken, sondern dass es sich um einen Prozess handelt, der Zeit und Vorbereitung erfordert.

Herausforderungen bei unbeholfenen Übergängen

Die Forscher verteilen eine Umfrage mit 25 Fragen an Patienten und Betreuer, die an verschiedenen Events in Nordamerika teilnehmen. 43 % der Befragten litten an schwerer Epilepsie und Komorbiditäten, was den Übergang problematisieren kann. Viele Kinder mit Epilepsie haben spezielle Bedürfnisse und benötigen deshalb multidisziplinäre pädiatrische Teams, die den Übergang erschweren.

Die Studie zeigt, dass viele pädiatrische Patienten Schwierigkeiten haben, einen passenden erwachsenen Neurologen zu finden. Darüber hinaus haben pädiatrische Neurologen oft nicht die Zeit oder finanziellen Mittel, um den Übergangsprozess angemessen zu bewältigen.

Verbesserung der Übergangsplanung

Um den Übergang von pädiatrischen Patienten zu erleichtern, empfehlen die Autoren der Studie die Einführung von Instrumenten zur Stärkung der Patienten, wie z.B. Übergangs-Toolkits, die dazu beitragen, den Prozess zu bewältigen. Darüber hinaus sollte das pädiatrische Team prägnante Zusammenfassungen der Krankenakten bereitstellen, um einen reibungslosen Übergang für den erwachsenen Anbieter zu gewährleisten.

Dr. Wirrell schlägt vor, dass der Übergangsprozess bereits ab dem 13. Lebensjahr mit regelmäßigen Besprechungen mit dem Gesundheitsteam begonnen werden sollte, um eine reibungslose Übergabe zu gewährleisten.

Auf einer breiteren Ebene wird die Planung für einen reibungslosen Übergang zu einer wichtigen Priorität für eine wachsende Zahl von Kinderkrankenhäusern. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit, Übergangsprogramme zu entwickeln und Ressourcen bereitzustellen, um diesen Prozess zu unterstützen und zu verbessern.

Dr. Wirrell ist Mitherausgeber von epilepsy.com. Sie gibt keine relevanten finanziellen Interessen an.

Dieser Artikel erschien ursprünglich am MDedge.comTeil des Medscape Professional Network.

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