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Trauer fordert einen Tribut von Ihrem Körper: Das sollten Sie wissen

von NFI Redaktion

Der Verlust einer Ihnen nahestehenden Person kann zu einem Zustand psychischen Stresses führen. Während psychischer Stress im Zusammenhang mit Trauer allgemein akzeptiert wird, ist es wichtig zu verstehen, dass Trauer auch körperliche Symptome wie Krankheiten, Müdigkeit, Schmerzen und Schlafstörungen hervorrufen kann.

Wie äußert sich Trauer?

Die körperlichen Symptome der Trauer können bei verschiedenen Personen unterschiedlich sein und sich mit dem Alter unterscheiden. Bei Kindern können Kopf- und Bauchschmerzen, Schlafprobleme, Albträume und Appetitveränderungen auftreten.

Obwohl Trauer eine normale emotionale Reaktion auf Verlust ist, können anhaltende Symptome, die länger als sechs Monate anhalten, auf eine anhaltende Trauer hindeuten. Dieser Zustand kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben, darunter ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen, Krebs, Angstzustände, Schlafstörungen und posttraumatische Belastungsstörungen.

Auswirkungen von Trauer auf den Körper:

Immunsystem: Das Immunsystem reagiert auf Veränderungen im Körper. Durch Trauer kann die Immunität einer Person beeinträchtigt werden, was den Körper anfälliger für Infektionen macht. In stressigen Zeiten kann das Immunsystem besonders empfindlich sein, um potenzielle soziale Bedrohungen abzuwehren.

Dr. George Slavich, Direktor des Labors für Stressbewertung und -forschung am Semel Institute for Neuroscience and Human Behavior an der UCLA, erklärt: „Wenn Sie nach einem stressigen Ereignis erkältet wurden, haben Sie möglicherweise diese Reaktion erlebt. Als soziale Wesen sind wir darauf angewiesen, enge Bindungen zu haben, die uns unterstützen. Der Verlust einer solchen Bindung kann den Körper belasten und das Risiko für körperliche Gefahren erhöhen.“

Entzündung: Trauer kann bei manchen Personen Entzündungen verursachen, die zu Übelkeit, Müdigkeit und sozialer Isolation führen können.

Schmerz: Der Körper setzt während des Stresss Zytokine frei, die mit einer erhöhten Schmerzempfindlichkeit verbunden sind. Dies kann zu körperlichen Schmerzen während der Trauer führen.

Cortisol: Personen, die einen Verlust erleiden, können einen erhöhten Cortisolspiegel aufweisen, was das Risiko für Herzerkrankungen oder Bluthochdruck erhöht.

Verdauung: Trauer kann das Essverhalten und die Verdauung beeinflussen, was zu verschiedenen Problemen wie Essstörungen, Magenkrämpfen, Durchfall und Verstopfung führen kann.

Herz: Am ersten Tag nach dem Verlust einer geliebten Person ist das Risiko für einen Herzinfarkt erhöht. Manche Menschen können auch ein sogenanntes gebrochenes-Herz-Syndrom erleiden, bei dem der Herzmuskel plötzlich geschwächt oder betäubt wird, ähnlich einem Herzinfarkt.

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