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Tipps zur Abfallreduzierung im Katheterlabor

von NFI Redaktion

Wie kann man umweltbewusst handeln und gleichzeitig die Sterilität im Katheterisierungslabor bewahren? Dies ist das Thema, das Estelle Myny, Krankenschwester am Jacques-Cartier-Krankenhaus in Massy, ​​Frankreich, auf den Europäischen Tagen der Französischen Gesellschaft für Kardiologie ansprechen wollte.

Reduzierung des Abfallgewichts

Bei Angioplastie-Verfahren werden kostspielige sterile medizinische Geräte mit erheblichen Auswirkungen auf die Umwelt verwendet. Daher besteht Interesse an der Entwicklung neuer Verfahren, die umweltfreundlich und wirtschaftlich sind. Die Herausforderung der Abfallreduzierung wurde von Myny und ihren Kollegen aufgegriffen, insbesondere im Hinblick auf die Entsorgung von stark blutgetränktem Material.

„Seit einigen Jahren wissen wir, dass nicht alle Abfälle als infektiös gelten und in speziellen teuren Anlagen entsorgt werden müssen“, sagte sie. In Massy haben wir unsere Praktiken geändert und Maßnahmen zur Minimierung von Krankenhausabfällen eingeführt, indem nur stark durchblutete Materialien entsorgt werden. Die tägliche Menge an Krankenhausabfällen in der Region Île-de-France beträgt 130 Tonnen.

Das Angioplastieverfahren selbst wurde angepasst, indem leichtere Operationsfelder eingeführt wurden, was zu einer Verringerung der Größe und Dicke des Feldes bei gleichzeitiger Beibehaltung der Saugfähigkeit und Sterilität führte. Außerdem wurde die Anzahl und Dicke der Kittel reduziert. Einwegmaterial wird vermieden und Stoffkleidung bevorzugt, um die Abfallproduktion zu verringern.

Computer ausschalten

Aus energetischer Sicht ist es wichtig, daran zu denken, die Katheterlabore sowie alle Computer und Ultraschallgeräte abends auszuschalten, um deren ökologische Auswirkungen zu reduzieren. Überverpackungen, dünne Materialien und unnötige Verpackungen führen zu Abfall, der durch verbesserte Sortiermöglichkeiten und Einbeziehung aller Dienstleistungsmitarbeiter reduziert werden kann.

Myny betonte die Bedeutung des Engagements als Teamprojekt und die Notwendigkeit eines Teamtrainings, um möglichst viele Kollegen zu überzeugen. Sie wies jedoch darauf hin, dass bei medizinischen Glaswaren noch weitere Lösungen gefunden werden müssen, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.

Verbesserungswürdige Bereiche

Zu den verbesserungswürdigen Bereichen gehört möglicherweise die Optimierung der Medikamentenvorratsverwaltung, um abgelaufene Medikamente zu minimieren. Weitere Maßnahmen, wie die Implementierung von Recycling- und Rückgewinnungsverfahren, können ebenfalls umgesetzt werden.

Myny schloss mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit einer besseren Schulung des Pflegepersonals zu umweltbezogenen Themen und der Unterstützung von umweltfreundlichen Verfahren durch die Hersteller.

Dieser Artikel wurde aus dem übersetzt Französische Ausgabe von Medscape.

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