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TikTok-Infos zum Verdacht auf infantile Hämangiome: Studie

von NFI Redaktion

OBERSTE ZEILE:

Die Qualität der Informationen in TikTok-Videos über infantile Hämangiome (IHs) variiert stark, wie Forscher herausgefunden haben.

METHODE:

  • Neue Eltern suchen möglicherweise auf TikTok nach Informationen über IHs, aber die Qualität der Videos zu diesem Thema ist weitgehend unbekannt.
  • Mit dem Suchbegriff „Hämangiom“ analysierten Forscher die 50 besten englischsprachigen TikTok-Videos, die im November 2022 zu diesem Thema gefunden wurden.
  • Die Forscher untersuchten die Videos nach ihrer Quelle, Genauigkeit und Zweck und verwendeten Kriterien des Referral Score für infantile Hämangiome, um festzustellen, ob die dargestellten Läsionen eine Überweisung an einen Spezialisten rechtfertigen.

ERGEBNISSE:

  • Die 50 Videos wurden insgesamt 25,1 Millionen Mal angesehen, erhielten 2,6 Millionen Likes und wurden mit 17.600 Kommentaren versehen.
  • Nur 36 wurden als wahrscheinlich IH eingestuft. Von diesen 36 Videos sahen die Forscher 33 (92 %) als potenziell problematisch an und empfahlen eine Überweisung an einen Spezialisten. Die übrigen drei Läsionen konnten aufgrund fehlender Informationen nicht klassifiziert werden.
  • Von den 50 Videos wurden 45 von Personen erstellt, die persönlich von IH betroffen sind (Eltern oder Betroffene), während nur drei von Ärzten stammten (zwei plastische Chirurgen und ein Neonatologe).
  • Zwei der 45 von persönlich Betroffenen erstellten Videos enthielten falsche Informationen, während alle drei von Ärzten erstellten Videos fehlerhaft waren, z.B. durch zu vereinfachte Prognosen oder falsche Bezeichnungen.

PRAXISTIPP:

Die Autoren betonen, dass TikTok zur Sensibilisierung für IHs beitragen kann, aber nicht als alleinige Quelle genauer Informationen dienen sollte.

QUELLE:

Die Studie wurde von Sonora Yun, Medizinstudentin am Columbia University College of Physicians and Surgeons, in Zusammenarbeit mit Maria C. Garzon, MD, und Kimberly D. Morel, MD, beide pädiatrische Dermatologen an der Columbia, durchgeführt und in der Fachzeitschrift Pediatric Dermatology veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Autoren haben keine spezifischen Einschränkungen der Studie festgestellt.

OFFENLEGUNG:

Es gab keine Angaben zur Interessenkonflikterklärung seitens der Forscher.

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