Home Medizin Studienergebnisse zeigen, dass Freizeit für die meisten Ärzte nicht wirklich Freizeit ist

Studienergebnisse zeigen, dass Freizeit für die meisten Ärzte nicht wirklich Freizeit ist

von NFI Redaktion

Ein neuer Bericht zeigt, dass etwa 20 % der US-Ärzte im vergangenen Jahr weniger als eine Woche Urlaub genommen haben. Zusätzlich haben 70 % der befragten Ärzte angegeben, während ihres Urlaubs gearbeitet zu haben, um patientenbezogene Aufgaben zu erledigen, so eine Querschnittsstudie, die am 12. Januar 2024 veröffentlicht wurde, und im JAMA-Netzwerk geöffnet.

Dr. Tait Shanafelt, Chief Wellness Officer bei Stanford Medicine, betont die Bedeutung des Abschaltens und der Regeneration für Ärzte, um Burnout zu vermeiden. Die Studie weist darauf hin, dass viele US-Ärzte an ihren freien Tagen arbeiten, was auf unzureichende Personalbesetzung und schlecht konzipierte Arbeitsabläufe hinweist. Eine genügende Anzahl von Urlaubstagen allein reicht nicht aus, um die Gesundheit und das Wohlbefinden von Ärzten zu unterstützen, so Shanafelt.

Foto von Medic im Urlaub
Foto von Medic im Urlaub

Die Auswirkungen von Urlaub auf das Wohlbefinden von Ärzten sind wenig erforscht, aber bekannte Herausforderungen wie Arbeitsüberlastung und Erschöpfung können durch unzureichende Erholungszeit verstärkt werden. Laut Shanafelt leiden Ärzte in den USA häufiger an Burnout als andere Berufstätige, und das kann sich auf die Patientenversorgung und die Zufriedenheit der Patienten auswirken.

Eine Studie, die von 2020 bis 2021 durchgeführt wurde, ergab, dass Notärzte am seltensten und Anästhesisten am häufigsten mindestens 15 Tage Urlaub pro Jahr nahmen. Außerdem zeigte die Untersuchung, dass Frauen im Urlaub häufiger als Männer arbeiteten und dass ältere Ärzte häufiger mehr als 15 Tage Urlaub pro Jahr nahmen als jüngere Kollegen.

Die Studie stellte fest, dass eine vollständige Abdeckung des EHR-Posteingangs im Urlaub zu niedrigeren Burnout-Raten in Verbindung gebracht wurde, die Wissenschaftler empfehlen Ärzten, sich frühzeitig um ihren Urlaub zu kümmern und aktiv zu planen, um die Auswirkungen von Arbeitsstress zu minimieren.

Die Studie wurde vom Stanford WellMD Center, dem Mayo Clinic Department of Medicine Program on Physician Well-being und der American Medical Association finanziert. Die Autoren haben verschiedene Interessenkonflikte offengelegt, die die Ergebnisse der Studie jedoch nicht beeinflussen sollen.

Randy Dotinga, ein unabhängiger Journalist und Vorstandsmitglied der Association of Health Care Journalists, hat zu diesem Bericht beigetragen.

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