Home Medizin Studie zeigt, dass manipulierte Antikörper die Omicron-Neutralisierung deutlich steigern

Studie zeigt, dass manipulierte Antikörper die Omicron-Neutralisierung deutlich steigern

von NFI Redaktion

In einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift der Nationalen Akademie der Wissenschaften untersuchten Forscher die Unzulänglichkeiten der mukosalen Immunglobulin-A (IgA)-Reaktionen, die durch bestehende Impfstoffe gegen die Omicron-Variante des schweren akuten Atemwegssyndroms-Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) hervorgerufen werden. Um dieses Problem anzugehen, entwickelten sie IgA-Antikörper aus vier monoklonalen Immunglobulin G (IgG)-Antikörpern (mAbs), die in der Lage sind, die Omicron-Variante zu neutralisieren. Sie fanden heraus, dass die abgeleiteten IgA-Antikörper die Neutralisierung um das bis zu 75-fache verbesserten und in Mäusemodellen Schutz gegen Omicron BA.5 verliehen.

Die fortschreitende Entwicklung von SARS-CoV-2 hat zur Entstehung besorgniserregender Varianten (VOCs) geführt. Die Omicron-Variante mit zahlreichen Spike-Protein-Mutationen hat besonders Anlass zur Sorge gegeben, insbesondere angesichts weit verbreiteter Reinfektionen und Durchbruchinfektionen (BTIs). Da sich Omicron durch mehrere Abstammungslinien und Untervarianten auszeichnet, stellt es bestehende Antikörperbehandlungen vor Herausforderungen und unterstreicht den Bedarf an neuen und verbesserten Antikörpertherapien.

Angesichts der Verschiebung des Omicron-Tropismus hin zu den oberen Atemwegen wird die Nutzung der Schleimhautimmunität für therapeutische oder prophylaktische Interventionen von entscheidender Bedeutung. Daher haben die Forscher in der vorliegenden Studie rekombinantes monomeres (mIgA), dimeres (dIgA) und sekretorisches Immunglobulin A (sIgA) aus neutralisierenden IgG-Antikörpern hergestellt und das Potenzial der Verabreichung über ein Nasenspray untersucht, um die Schleimhautimmunität zu stärken und SARS-CoV-2-Infektionen wirksam entgegenzuwirken.

Die Ergebnisse der Studie zeigten niedrigere IgA- und IgG-Spiegel im Speichel gegen Omicron-Varianten bei geimpften Personen im Vergleich zu Personen mit bestätigten BTIs. Die Umwandlung von IgG in dIgA1 und sIgA1 erhöhte die Bindungs- und Neutralisierungskraft der Antikörper gegen verschiedene VOCs deutlich. In Mäusemodellen wurde festgestellt, dass intranasal verabreichtes dIgA1 hauptsächlich auf die Atemwege abzielt und mindestens 48 Stunden in der Lunge verbleibt. Die intranasale Verabreichung von dIgA1 zeigte eine signifikante Verringerung der mittleren Viruslast, was auf das starke therapeutische und prophylaktische Potenzial des Antikörpers hinweist.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Entwicklung und Verabreichung dimerer oder sekretorischer Formen monoklonaler IgA-Antikörper durch Nasenspray eine wirksame Strategie zur Wiederherstellung und Verbesserung der Neutralisierungsfähigkeit darstellt und so einen prophylaktischen und therapeutischen Schutz gegen die Omicron-Variante bietet. Diese Ergebnisse legen nahe, dass in Zukunft ein Cocktail aus dIgA1- und sIgA1-Antikörpern dazu beitragen könnte, die meisten neu auftretenden Omicron-Subvarianten und VOCs zu neutralisieren.

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