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Studie verbindet spezifische Entzündungsmarker mit erhöhtem Krebsrisiko

von NFI Redaktion

In einer aktuellen Studie, veröffentlicht in eBioMedizin, bewerteten Forscher die kausale Relevanz zirkulierender Entzündungsmarker für das Krebsrisiko. Sie verwendeten hierfür ein zweistufiges Mendelsches Randomisierungsdesign (MR) und einen quasi-experimentellen Ansatz.


Studie: Zusammenhang zwischen zirkulierenden Entzündungsmarkern und dem Krebsrisiko bei Erwachsenen: eine Mendelsche Randomisierungsanalyse










Studie: Zusammenhang zwischen zirkulierenden Entzündungsmarkern und dem Krebsrisiko bei Erwachsenen: eine Mendelsche Randomisierungsanalyse. Bildquelle: Gorodenkoff/Shutterstock.com

Hintergrund

Frühere Forschungen zeigten, dass proinflammatorische Zytokine wie Tumornekrosefaktor-α (TNF-α) und Interleukine (ILNs) 1/6 mit ortsspezifischen Krebserkrankungen assoziiert sind und ihre Transkriptionsfaktoren (TFs), wie dem Kernfaktor Kappa B (NF-kB) und dem Signalwandler und Aktivator der Transkription 3 (STAT3), die Proliferation, Invasion und Metastasierung von Krebszellen fördern. Klinische Studien deuteten darauf hin, dass eine gezielte Behandlung dieser Entzündungsmarker durch Medikamente bei der Krebsprävention wirksam sein könnte. Jedoch sind die Beobachtungsstudien anfällig für Verwirrung und umgekehrte Kausalität, und der Nutzen präklinischer Studien für den Menschen ist begrenzt.

Zuvor haben MR-Studien die verschiedenen Klassen zirkulierender Entzündungsmarker bei Krebserkrankungen bei Erwachsenen nicht umfassend untersucht und sich nur auf einen Marker oder eine bestimmte Klasse bei einer Krebsart konzentriert, daher ist die kausale Natur der Beziehungen zwischen zirkulierenden Entzündungsmarkern bei Krebserkrankungen bei Erwachsenen und die Eignung dieser Marker als Ziele für die Chemotherapie unklar.

Über die Studie

In der systematischen MR-Analyse analysierten die Forscher Daten aus sechs genomweiten Assoziationsstudien (GWASs) mit ca. 60.000 Teilnehmern europäischer Abstammung und verwendeten invers varianzgewichtete Zufallseffektmodelle, um die Auswirkungen auf das Risiko von 30 Krebsarten bei Erwachsenen abzuschätzen. Von 204 Entzündungsmarkern zeigten nur 45 signifikante Assoziationen. Die Autoren fanden konsistente Beweise für den möglichen Zusammenhang von vier genetisch vermittelten Entzündungsmarkern mit dem Risiko für vier ortsspezifische Krebsarten. Allerdings konnten die Forscher diese Ergebnisse nicht mit der FinnGen-Studie replizieren oder zusammenführen, was wiederum die Notwendigkeit von weiteren Studien betont.

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse legen nahe, dass Entzündungsmarker für die weitere Bewertung als potenzielle pharmakologische Ziele für die Krebsprävention priorisiert werden könnten. Zukünftige Studien sollten sich auf die Identifizierung von Entzündungsmarkern konzentrieren, die das Krebsrisiko in Teilnehmeruntergruppen mit erhöhtem Krebsrisiko vermitteln. Zusammenfassend bietet diese umfassende und systematische MR-Bewertung der entzündungsbedingten Marker für das Krebsrisiko Einblicke in die Regulationsmechanismen auf Gewebeebene, die die Krebsentstehung beeinflussen.

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