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Studie legt die bessere Wahl für guten Schlaf nahe

von NFI Redaktion

Kann die Wahl Ihrer Lebensmittel Ihren Schlaf beeinflussen? Forscher haben in einer neuen Studie untersucht, wie sich die Proteinaufnahme auf die Schlafqualität auswirkt und haben eine überlegene Proteinquelle identifiziert, die möglicherweise den Schlaf verbessern könnte.

Laut der im European Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie gab es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen der Gesamtproteinaufnahme und der Schlafqualität. Allerdings stellten die Forscher fest, dass eine höhere Aufnahme von pflanzlichem Protein mit einem besseren Schlaf in Verbindung stand, im Vergleich zu tierischem Protein.

Die Ergebnisse basieren auf einer Beobachtungsstudie, die in den US-Kohorten Nurses‘ Health Study (NHS), NHS2 und Health Professionals Follow-up Study (HPFS) durchgeführt wurde. Die Schlafqualität wurde mit dem Pittsburgh Sleep Quality Index und angepassten Versionen davon gemessen.

„Die Studie zeigt, dass der Verzehr von verarbeitetem rotem Fleisch und Geflügel mit einer schlechteren Schlafqualität in Verbindung steht, während milch- und fischbasierte Proteine keine oder positive Assoziationen aufweisen. Pflanzliche Proteinquellen könnten möglicherweise zu einer besseren Schlafqualität führen als tierische. Weitere Studien sind jedoch erforderlich, um unsere Ergebnisse zu bestätigen“, schrieben die Forscher.

Von den 98.134 Teilnehmern verwendeten etwa 5-6 % regelmäßig Schlafmittel. Die Forscher stellten fest, dass Schlafapnoe häufiger bei Personen auftrat, die eine hohe Proteinaufnahme, besonders bei Männern, aufwiesen.

Menschen mit besserer Schlafqualität hatten in der Regel einen niedrigeren BMI, waren körperlich aktiver, ernährten sich besser, konsumierten mehr Alkohol und hatten weniger Vorerkrankungen. Diejenigen, die mehr tierisches Protein konsumierten, hatten tendenziell ein höheres Gewicht, waren weniger aktiv und hatten mehr gesundheitliche Probleme im Vergleich zu denen, die mehr pflanzliches Protein konsumierten.

„Das Wesentliche ist, dass nicht nur die Menge, sondern auch die Art des Proteins einen Unterschied für die Schlafqualität machen könnte“, sagte Dr. Janine Wirth, die Erstautorin der Studie.

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, konnten die Forscher keinen direkten kausalen Zusammenhang zwischen Ernährung und Schlaf feststellen.

„Wie bei anderen Beobachtungsstudien können Kohortenstudien Assoziationen zwischen einer Exposition und einem Gesundheitsergebnis nahelegen, aber keine Kausalität beweisen. Eine mögliche Verwechslung kann nicht ausgeschlossen werden“, fügte Dr. Wirth hinzu.

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