Home Medizin Studie identifiziert reproduktive Faktoren, die das Risiko für Diabetes und hohen Cholesterinspiegel erhöhen

Studie identifiziert reproduktive Faktoren, die das Risiko für Diabetes und hohen Cholesterinspiegel erhöhen

von NFI Redaktion

Neue Erkenntnisse aus einer aktuellen Studie haben gezeigt, dass bestimmte Fortpflanzungsmerkmale bei Frauen wichtige Risikofaktoren für Stoffwechselstörungen darstellen. Frauen, die diese Risikofaktoren aufweisen, haben möglicherweise ein erhöhtes Risiko, in späteren Lebensphasen an Diabetes und einem hohen Cholesterinspiegel zu erkranken. Eine Stoffwechselstörung beeinträchtigt die normale Verarbeitung und Verteilung von Makronährstoffen im Körper, einschließlich Proteinen, Fetten und Kohlenhydraten. Dies kann zu einer Reihe von Erkrankungen wie Bluthochdruck, hohem Blutzucker, überschüssigem Körperfett um die Taille und abnormalem Cholesterinspiegel oder Triglyceridwerten führen, die das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfälle und Typ-2-Diabetes erhöhen.

Die Ergebnisse einer in der Zeitschrift Cell Metabolism veröffentlichten Studie zeigen, dass bestimmte Faktoren, wie das frühe Alter der ersten Menstruation, ein unregelmäßiger Menstruationszyklus, die Entwicklung des polyzystischen Ovarialsyndroms (PCOS), starke Gewichtszunahme während der Schwangerschaft, abnormale Blutzucker- und Lipidwerte während der Schwangerschaft und der Schweregrad der Menopause das Risiko einer Stoffwechselstörung bei Frauen erhöhen können.

Hauptautorin Amy R. Nichols von der Harvard TH Chan School of Public Health betonte: „Unsere Überprüfung liefert Einblicke in mögliche zugrunde liegende Ursachen und Risikofaktoren für eine schlechtere Stoffwechselfunktion. Aktuelle Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das Screening auf reproduktive Risikofaktoren im gesamten Lebensverlauf ein erster Schritt zur Unterstützung der Prävention oder Behandlung chronischer Stoffwechselerkrankungen sein könnte.“

Die Forscher betonen, dass eine Entschlüsselung der zugrunde liegenden Ursachen und Risikofaktoren von entscheidender Bedeutung ist, um therapeutische Lebensstiländerungen zu identifizieren, die langfristig den Stoffwechsel erleichtern können. Die Identifizierung gemeinsamer Mechanismen wie genetische Einflüsse, hormonelle Schwankungen oder Körperfett könnte einen wichtigen Einfluss auf präventive Maßnahmen haben.

Durch die Anerkennung von reproduktiven Meilensteinen als potenzielle Risikofaktoren hoffen die Forscher, einen wichtigen Schritt zu einem besseren Verständnis der Entstehung von Stoffwechselstörungen zu machen. Zukünftige Forschung ist jedoch erforderlich, um diese komplexen Zusammenhänge vollständig zu verstehen.

Die Ergebnisse einer ähnlichen Studie zeigten, dass Mädchen, die vor dem 13. Lebensjahr ihre Periode bekommen, ein erhöhtes Risiko haben, später im Leben an Typ-2-Diabetes zu erkranken. Die Untersuchung ergab auch, dass diejenigen, die vor dem 10. Lebensjahr oder jünger mit der Menstruation beginnen, ein erhöhtes Risiko haben, vor dem 65. Lebensjahr einen Schlaganfall zu erleiden.

Related Posts

Adblock Detected

Please support us by disabling your AdBlocker extension from your browsers for our website.