Home Medizin Studie besagt, dass Menschen mit „doppelten Gelenken“ ein höheres Risiko für Long-COVID haben

Studie besagt, dass Menschen mit „doppelten Gelenken“ ein höheres Risiko für Long-COVID haben

von NFI Redaktion

Haben Sie Gelenke, die sich über den normalen Bewegungsbereich hinaus bewegen? Eine neue Studie zeigt, dass Personen mit Gelenkhypermobilität, umgangssprachlich als „Doppelgelenk“ bekannt, häufiger unter anhaltender Müdigkeit im Zusammenhang mit Long-COVID leiden.

Long-COVID bezieht sich auf Langzeitfolgen nach einer akuten Infektion mit SARS-CoV-2. Dies kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen wie Müdigkeit, Gelenk- oder Muskelschmerzen, Fieber, Atemproblemen, Kopfschmerzen, Herzklopfen, Denkschwierigkeiten, verändertem Geruchssinn, Durchfall, Magenschmerzen, Depressionen und Angstzuständen führen.

Forschungen haben gezeigt, dass Risikofaktoren wie Alter und Vorerkrankungen wie Fibromyalgie, Reizdarmsyndrom, Migräne, Allergien, Angststörungen, Depressionen und Rückenschmerzen das Risiko einer Long-COVID-Erkrankung erhöhen können.

Dr. Jessica Eccles von der University of Sussex leitete eine Studie, die Hypermobilität, myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Müdigkeitssyndrom (ME/CFS) und Fibromyalgie im Kontext von Long-COVID untersuchte. In Zusammenarbeit mit Forschern des King’s College London wurde untersucht, ob Hypermobilität ein potenzieller Faktor für Long-COVID sein könnte.

Durch die Analyse von Daten von 3.064 Teilnehmern der Zoe Health-Studie wurde festgestellt, dass Personen mit hypermobilen Gelenken ein um 30 % höheres Risiko hatten, nicht vollständig von COVID-19 zu genesen und anhaltende Müdigkeit zu erleben, die mit Long-COVID einhergeht.

Die Ergebnisse der Studie wurden im Fachmagazin BMJ veröffentlicht, wobei betont wurde, dass Hypermobilität nicht als direkte Ursache für Long-COVID angesehen werden kann, sondern möglicherweise ein Risikofaktor darstellt.

Etwa 30 % der Erwachsenen leiden an Hypermobilität, wobei meist Knie, Ellenbogen, Handgelenke, Schultern und Finger betroffen sind. Dies tritt häufig bei Kindern auf, wenn das Bindegewebe noch nicht vollständig entwickelt ist.

Hypermobilität tritt in den meisten Fällen ohne gesundheitliche Probleme auf und wird als gutartiges Hypermobilitätssyndrom bezeichnet. Ursachen können Variationen in der Knochenstruktur, Muskeltonus, Muskelschwäche, Propriozeptionsstörungen und familiäre Veranlagung sein.

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