Home Medizin Stimulanzien gegen ADHS stehen nicht im Zusammenhang mit dem Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente

Stimulanzien gegen ADHS stehen nicht im Zusammenhang mit dem Missbrauch verschreibungspflichtiger Medikamente

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Neue Studie: Jugendliche mit ADHS, die Stimulanzientherapie erhalten, zeigen kein erhöhtes Risiko für späteren Medikamentenmissbrauch.

METHODIK:

  • Die Daten stammen von 11.066 Teilnehmern der laufenden Panelstudie „Monitoring the Future“ (Basiskohortenjahre 2005–2017).
  • Teilnehmer füllten selbstausgefüllte Fragebögen aus, mit zweijährlicher Nachuntersuchung im jungen Erwachsenenalter.
  • Die Basiskovariaten umfassten Geschlecht, Rasse, Notendurchschnitt, Bildung der Eltern, Alkohol-, Zigaretten- und Marihuanakonsum sowie demografische Faktoren.

ERGEBNISSE:

  • 9,9 % der Teilnehmer erhielten eine lebenslange Stimulanzientherapie gegen ADHS.
  • Jugendliche mit Stimulanzientherapie berichteten seltener über Medikamentenmissbrauch im Vergleich zu Gleichaltrigen ohne Therapie.
  • Die Forscher fanden keine signifikanten Unterschiede im späteren PDM zwischen den Gruppen.
  • Missbrauch von Medikamenten in der Adoleszenz war ein starker Prädiktor für späteren Medikamentenmissbrauch.

PRAXISANWENDUNG:

Die Ergebnisse legen nahe, dass sorgfältiges Screening im Jugendalter Personen identifizieren könnte, die einem höheren Risiko für PDM ausgesetzt sind.

QUELLE:

Die Studie wurde von Sean Esteban McCabe, PhD, Professor und Direktor, Center for the Study of Drugs, Alcohol, Smoking and Health, University of Michigan School of Nursing, durchgeführt und am 7. Februar online veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Einige Subpopulationen mit höheren Substanzkonsumraten wurden von der Studie ausgeschlossen, was zu einer Unterschätzung von PDM geführt haben könnte. Potenzielle Störfaktoren wurden nicht bewertet.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde durch einen Forschungspreis der US-amerikanischen Food and Drug Administration und Forschungspreise des National Institute on Drug Abuse des NIH unterstützt. Finanzielle Beziehungen der Autoren wurden offengelegt.

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