Home Medizin Sogar mäßige Radonwerte sind mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden, wie eine Studie zeigt

Sogar mäßige Radonwerte sind mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden, wie eine Studie zeigt

von NFI Redaktion

Eine neue Studie hat gezeigt, dass die Exposition gegenüber Radon, einem natürlichen, radioaktiven Gas, das eine der Hauptursachen für Lungenkrebs ist, mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko in Verbindung gebracht wird.

Die Studie, die in der Online-Ausgabe von Neurology, der medizinischen Fachzeitschrift der American Academy of Neurology, veröffentlicht wurde, untersuchte den Zusammenhang zwischen häuslicher Radonexposition und dem Schlaganfallrisiko bei Frauen mittleren und höheren Alters in den USA.

Radon ist ein farb- und geruchloses radioaktives Gas, das natürlich entsteht, wenn Metalle wie Uran oder Radium in Gesteinen und Böden abgebaut werden. Das Gas kann durch kleine Risse, Löcher oder Baufugen in Häuser und Gebäude gelangen und wird dann von den Bewohnern über die Zeit eingeatmet, wodurch radioaktive Stoffe in der Lunge zurückbleiben.

Laut Schätzungen der US-Umweltschutzbehörde (EPA) verursacht Radon in den USA jedes Jahr etwa 21.000 Todesfälle durch Lungenkrebs.

Die Studie hat keinen direkten Zusammenhang zwischen Radonexposition und Schlaganfällen nachgewiesen, zeigt aber einen klaren Zusammenhang zwischen beiden auf.

An der Studie nahmen 158.910 weibliche Teilnehmer im Alter von 50–79 Jahren teil, und über einen Zeitraum von etwa 13 Jahren wurden 6.979 Schlaganfälle identifiziert.

Die Wissenschaftler haben die Höhe der Radonexposition der Teilnehmer mittels Radonkonzentrationsdaten des US Geological Survey und der EPA ermittelt, die mit den Privatadressen der Teilnehmer verknüpft wurden.

Gemäß den EPA-Empfehlungen sollte die durchschnittliche Radonkonzentration in Innenräumen vier Picocuries pro Liter (pCi/L) nicht überschreiten. Wenn die Konzentration höher ist, wird empfohlen, Maßnahmen zur Verringerung der Radonkonzentration im Haus zu ergreifen.

„Radon ist ein Luftschadstoff in Innenräumen, der nur durch Tests nachgewiesen werden kann, bei denen die Gaskonzentration in Häusern gemessen wird“, sagte Studienautor Eric A. Whitsel, MD, MPH, von der University of North Carolina in Chapel Hill.

Die Forscher haben die Teilnehmer basierend auf ihrer durchschnittlichen Radonexposition in drei Gruppen eingeteilt. Personen in der höchsten Gruppe, die in Gebieten mit durchschnittlichen Radonkonzentrationen von mehr als vier pCi/L lebten, hatten ein um 14% erhöhtes Schlaganfallrisiko im Vergleich zu denen in der niedrigsten Gruppe mit Konzentrationen von weniger als zwei pCi/L.

Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen und möglicherweise einen neuen Risikofaktor für Schlaganfälle zu adressieren, so Whitsel abschließend.

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