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SGLT2-Inhibitoren reduzieren das Risiko von Nierensteinen bei Typ-2-Diabetes

von NFI Redaktion

Menschen mit Typ-2-Diabetes, die mit Natrium-Glukose-Cotransporter-2-Hemmern (SGLT2)-Hemmern behandelt werden, haben ein geringeres Risiko, Nierensteine zu entwickeln, im Vergleich zu Menschen, die andere häufig verwendete Diabetes-Medikamente einnehmen.

Die Autoren einer im JAMA Internal Medicine veröffentlichten Studie erklärten, dass ihre Arbeit die erste und größte ihrer Art ist, die den Zusammenhang zwischen der Verwendung von SGLT2-Inhibitoren und dem Risiko von Nierensteinen bei Patienten mit Typ-2-Diabetes in den USA untersucht hat.

Dies ist besonders relevant, da die Prävalenz von Nierensteinen zugenommen hat und Menschen mit Typ-2-Diabetes ein erhöhtes Risiko haben, daran zu erkranken, was zu starken Schmerzen und einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen kann.

Die Studie wurde durchgeführt, um den Zusammenhang zwischen der Verwendung von SGLT2-Inhibitoren und dem Risiko von Nierensteinen zu untersuchen. Die Forscher analysierten Daten aus landesweiten Datenbanken mit Patienten mit Typ-2-Diabetes in der klinischen Praxis.

Die Ergebnisse zeigten, dass Personen, die mit SGLT2-Inhibitoren behandelt wurden, im Vergleich zu Personen, die mit anderen Diabetes-Medikamenten behandelt wurden, ein um etwa 31 % geringeres Risiko für Nierensteine hatten. Dieser Effekt war bei Menschen unter 70 Jahren ausgeprägter als bei Personen ab 70 Jahren.

Mechanismen: Citratausscheidung im Urin?

Eine mögliche Erklärung für das geringere Risiko von Nierensteinen bei SGLT2-Inhibitoren könnte die erhöhte Citratausscheidung im Urin sein. Diese kann die Übersättigung und Kristallisation von Kalziumkristallen hemmen, was das Steinrisiko verringert.

Weitere entzündungshemmende Wirkungen von SGLT2-Inhibitoren können ebenfalls die Steinbildung reduzieren, insbesondere bei der Senkung des Risikos von Harnsäuresteinen.

Letztendlich betonten die Autoren, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um vollständig zu verstehen, wie SGLT2-Inhibitoren das Risiko von Nierensteinen senken.

Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Risiko von Nierensteinen ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung über blutzuckersenkende Medikamente für Menschen mit Typ-2-Diabetes sein könnte.

Die Studie wurde von mehreren Institutionen finanziert, darunter das Brigham and Women’s Hospital, das National Institute of Aging, das Patient-Centered Outcomes Research Institute, die US-amerikanische Food and Drug Administration und das National Institute of Arthritis and Musculoskeletal and Skin Diseases.

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