Home Gesundheit Schutz der Herzen indianischer Frauen während der Schwangerschaft: Expertenmeinung

Schutz der Herzen indianischer Frauen während der Schwangerschaft: Expertenmeinung

von NFI Redaktion



Herzerkrankungen bei indianischen/eingeborenen Alaska-Frauen

Herzerkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Erwachsenen in den USA. Bei indianischen/eingeborenen Alaska-Frauen (AI/AIN) ist das Risiko während der Schwangerschaft besonders hoch und erstreckt sich über Generationen hinweg. Die American Heart Association (AHA) hat kürzlich die ersten wissenschaftlichen Leitlinien für die Herz-Kreislauf-Gesundheit bei indianischen/in Alaska geborenen Frauen (AI/AN) im gebärfähigen Alter veröffentlicht, um dieses Risiko zu senken.

Die Leitlinien behandeln bekannte Risikofaktoren wie Bluthochdruck, LDL-Cholesterinspiegel, Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit und Rauchen. Darüber hinaus werden auch Traumata und Misstrauen, die über Generationen weitergegeben wurden, berücksichtigt.

Dr. Jason Deen, ein Experte bei der Erstellung der Richtlinien, betont die Bedeutung dieser Leitlinien für die Gesundheit dieser Gemeinschaften und spricht über die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei indianischen/in Alaska geborenen Frauen.

Ziele der Leitlinien

Die Leitlinien, die von der AHA als „Life’s Essential 8“ bezeichnet werden, umfassen die folgenden messbaren Ziele:

  • Besser essen.
  • Seien Sie aktiver.
  • Hören Sie mit dem Tabak auf.
  • Gönnen Sie sich einen gesunden Schlaf.
  • Gewicht verwalten.
  • Kontrollieren Sie den Cholesterinspiegel.
  • Blutzucker kontrollieren.
  • Blutdruck kontrollieren.

Dr. Jason Deen betont, dass diese Faktoren für Menschen aller Herkunft gelten und dass für AI/AN-Gemeinschaften zusätzliche Maßnahmen zur Bewältigung von Traumata und Misstrauen erforderlich sind.

Gesundheitliche Unterschiede und systemischer Rassismus

Dr. Deen weist darauf hin, dass die gesundheitlichen Unterschiede bei indianischen/in Alaska geborenen Frauen auf systemischen Rassismus zurückzuführen sind, der sich auf soziale Faktoren wie wirtschaftliche Stabilität, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und den sozialen Kontext auswirkt. Es ist notwendig, das gesamte ungesunde Ökosystem zu verändern, das diese Gemeinschaften umgibt.

Dr. Deen betont die Bedeutung eines dekolonialisierten Modells der Gesundheitsfürsorge, das sich auf präventive Interventionen und die Bedürfnisse der Gemeinschaften konzentriert. Er weist auch auf die Notwendigkeit von mehr einheimischen Ärzten, Gesundheitsfachkräften und Forschern hin, um die Gesundheit dieser Gemeinschaften zu verbessern.

Auswirkungen von Geschichte und Kolonialisierung

Die Forschungen von Dr. Deen betonen die Auswirkungen von Geschichte und Kolonialisierung auf die Gesundheit dieser Gemeinschaften. Die traumatischen Erfahrungen, die über Generationen weitergegeben wurden, haben konkrete Auswirkungen auf die Herzgesundheit und das Wohlbefinden der Menschen in diesen Gemeinschaften.

Es ist entscheidend, die Denkweise im Gesundheitswesen zu ändern und Gemeinschaften in den Prozess der Bedarfsermittlung zu integrieren, um nachhaltige Interventionen zu entwickeln. Die Respektierung der Gesundheitsfürsorge, die in diesen Gemeinschaften schon lange vor der Kolonialisierung existierte, ist von großer Bedeutung.


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