Home Medizin Schnelles Gehen kann helfen, Typ-2-Diabetes vorzubeugen

Schnelles Gehen kann helfen, Typ-2-Diabetes vorzubeugen

von NFI Redaktion

Gehen ist eine einfache und kostenlose Form der Bewegung, die sich positiv auf die körperliche, soziale und geistige Gesundheit auswirkt. Eine Reihe klinischer Studien hat gezeigt, dass regelmäßiges Gehen mit einem geringeren Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse und Gesamtmortalität verbunden ist. Außerdem wurde festgestellt, dass eine höhere tägliche Schrittzahl mit einem geringeren Risiko für einen vorzeitigen Tod einhergeht.

Gehen und Diabetes

In den letzten Jahren hat der Zusammenhang zwischen Gehgeschwindigkeit und dem Risiko für verschiedene Gesundheitsprobleme großes Interesse geweckt. Studien deuten darauf hin, dass ein schnelleres Gehtempo mit günstigeren gesundheitlichen Vorteilen verbunden sein könnte als ein langsames Gehtempo. Eine frühere Metaanalyse von acht Kohortenstudien ergab, dass Personen mit der schnellsten Gehgeschwindigkeit ein um 44 % geringeres Schlaganfallrisiko hatten als Personen mit der langsamsten Gehgeschwindigkeit. Das Risiko sank um 13 % mit jedem Anstieg der Grundgeschwindigkeit um 1 km/h.

Menschen mit Typ-2-Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und eine kürzere Lebenserwartung. Physische Aktivität ist ein wichtiger Bestandteil von Präventionsprogrammen für Typ-2-Diabetes und kann sich positiv auf die Blutzuckerkontrolle auswirken.

Es gab bisher jedoch keine Studien, die den Zusammenhang zwischen unterschiedlichen Gehgeschwindigkeiten und dem Typ-2-Diabetes-Risiko untersucht haben. Ein Forschungsteam führte eine systematische Überprüfung des Zusammenhangs zwischen Gehgeschwindigkeit und dem Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen durch.

10 Kohortenstudien

Für diese Überprüfung wurden Daten aus 10 prospektiven Kohortenstudien verwendet. Insgesamt nahmen 18.410 Erwachsene an den Studien teil. Die Nachbeobachtungsdauer variierte zwischen 3 und 11,1 Jahren.

Die Gehgeschwindigkeit wurde entweder mithilfe von Stoppuhrtests oder Fragebögen zur Selbsteinschätzung gemessen. Die Ergebnisse zeigten, dass Personen mit einer schnelleren Gehgeschwindigkeit ein geringeres Risiko für Typ-2-Diabetes hatten. Die Dosis-Wirkungs-Analyse ergab, dass das Typ-2-Diabetes-Risiko bei einer Gehgeschwindigkeit von 4 km/h und mehr deutlich abnahm.

Studienbeschränkungen

Diese Metaanalyse weist Stärken auf, die die Generalisierbarkeit ihrer Ergebnisse erhöhen können. Es wurden jedoch auch einige Mängel festgestellt, die berücksichtigt werden müssen. Dennoch deutete die Studie darauf hin, dass schnelleres Gehen unabhängig von der Gesamtzeit der körperlichen Aktivität oder der täglich verbrachten Gehzeit mit einem geringeren T2D-Risiko bei Erwachsenen verbunden sein könnte. Die Autoren schlossen daraus, dass es sinnvoll sein könnte, Menschen zu schnellerem Gehen zu ermutigen, um die gesundheitlichen Vorteile weiter zu steigern.

Dieser Artikel wurde vom JIM-Team für das Medscape Professional Network übersetzt.

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