Home Medizin Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Jugendlichen identifiziert

Risikofaktoren für Kopfschmerzen bei Jugendlichen identifiziert

von NFI Redaktion

Neue Daten aus einer bevölkerungsbasierten Studie zeigen, dass das Auslassen von Mahlzeiten, Stimmungs- und Angststörungen sowie E-Zigaretten und Drogenkonsum das Risiko für häufig wiederkehrende Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen erhöhen.

Kinder und Jugendliche mit Angst- oder Stimmungsstörungen haben ein doppelt so hohes Risiko für häufige Kopfschmerzen im Vergleich zu denen, die regelmäßig mit ihrer Familie Mahlzeiten einnehmen. Diejenigen, die regelmäßig mit ihrer Familie frühstücken und zu Abend essen, haben ein um 8 % geringeres Risiko für häufige Kopfschmerzen als diejenigen, die dies nicht tun.

Die Ergebnisse dieser Studie wurden in der Fachzeitschrift Neurologie am 28. Februar online veröffentlicht.

Negative Konsequenzen

Bis zu 30 % der Kinder und Jugendlichen leiden unter häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen, die zu schlechteren schulischen Leistungen und einer geringeren Lebensqualität führen können.

Um die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Kopfschmerzen zu untersuchen, wurden Daten aus der kanadischen Gesundheitsumfrage zu Kindern und Jugendlichen aus dem Jahr 2019 analysiert. Etwa 5 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 17 Jahren wurden einbezogen.

Regelmäßige Mahlzeiten in der Familie waren invers mit häufigen Kopfschmerzen verbunden. Jugendliche, die regelmäßig mit ihren Familien Mahlzeiten einnahmen, hatten ein um 8 % geringeres Risiko für häufige Kopfschmerzen.

Stimmungs- und Angststörungen waren mit einem doppelt so hohen Risiko für häufige Kopfschmerzen verbunden. Alcohol- und Drogenkonsum erhöhten ebenfalls das Risiko für häufige Kopfschmerzen.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass täglicher Cannabiskonsum das Risiko für häufige Kopfschmerzen verdreifachte, und sowohl Rauchen als auch E-Zigaretten waren damit verbunden.

Fragen zum Lebensstil priorisieren?

Laut einer begleitenden Leitartikel ist Lebensstilberatung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung von Kopfschmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Die Automatisierung elektronischer Fragebögen könnte helfen, Lebensgewohnheiten effektiv zu erfassen und die Behandlung zu verbessern.

Die Studie wurde von verschiedenen Organisationen finanziert, und die Leiterin der Studie offenbarte mögliche Interessenkonflikte im Zusammenhang mit ihrer Forschung.

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