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Rauchen und Trinken erhöhen das Risiko einer Divertikulitis

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Neue Daten zeigen, dass Rauchen und starker Alkoholkonsum das Risiko für Divertikulitis erhöhen, insbesondere bei Erwachsenen, die rauchen und täglich zwei oder mehr alkoholische Getränke konsumieren.

METHODIK:

  • Im Jahr 2003 untersuchten Forscher im Rahmen der Nurses‘ Health Study II 84,232 Frauen im Alter von 39 bis 52 Jahren, die zu Beginn des Jahres 2003 keine Divertikulitis hatten.
  • Im Jahr 2015 und 2017 wurden die Teilnehmer gebeten, per Fragebogen anzugeben, ob bei ihnen eine Divertikulitis diagnostiziert wurde, die eine Antibiotikatherapie oder einen Krankenhausaufenthalt erforderte. Divertikulitis wurde basierend auf Computertomographie-Scans, Pathologieberichten oder Diagnosen eines Anbieters definiert.
  • Rauchen und Alkoholkonsum wurden regelmäßig erfasst, und Multivariablen Modelle wurden zur Analyse verwendet.

WEGBRINGEN:

  • Während der Nachbeobachtungszeit von mehr als einer Million Personenjahren wurden 3,018 Fälle von Divertikulitis identifiziert.
  • Sowohl aktuelles als auch früheres Rauchen waren mit einem erhöhten Risiko für Divertikulitis verbunden, ebenso wie ein Alkoholkonsum von ≥ 30 g/Tag.
  • Die gemeinsame Analyse von Rauchen und Alkoholkonsum zeigte das höchste Risiko bei Personen, die jemals geraucht und ≥ 30 g Alkohol pro Tag konsumiert hatten.

IN DER PRAXIS:

Die Autoren schlussfolgerten, dass die Beratung zur Vermeidung von Rauchen und übermäßigem Alkoholkonsum das Risiko einer Divertikulitis senken kann, da es derzeit keine anderen medizinischen Präventionsmethoden gibt.

QUELLE:

Die Studie wurde von Sara Gunby, MD, an der University of Washington School of Medicine geleitet und am 18. Dezember 2023 online in der Zeitschrift Klinische Gastroenterologie und Hepatologie veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Diagnosen wurden selbst gemeldet, jedoch wurde die Validität durch die Überprüfung von Krankenakten bestätigt. Die Studie war auf weibliche Krankenschwestern beschränkt, daher könnten die Ergebnisse nicht auf andere Bevölkerungsgruppen übertragbar sein.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde durch Zuschüsse der National Institutes of Health unterstützt und die Autoren gaben keine relevanten Interessenkonflikte an.

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