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Psychische Gesundheit und Multiple Sklerose

von NFI Redaktion

Psychische Gesundheit bei Multipler Sklerose (MS)

Wenn Sie an Multipler Sklerose (MS) leiden, sehen Sie für Ihre Lieben und Kollegen möglicherweise völlig in Ordnung aus. In der Zwischenzeit ist Ihre Sicht möglicherweise so verschwommen, dass Sie Ihren Computerbildschirm nicht klar sehen können. Oder Sie haben Schwierigkeiten, Kontakte zu knüpfen, weil die gesamte rechte Körperseite taub ist oder kribbelt.

Laut Sharon Stoll, DO, einer spezialisierten Neurologin bei Yale Medicine, können diese Veränderungen ablenkend sein und sich auf Ihre geistige Gesundheit auswirken. Psychische Probleme bei MS sind behandelbar. Ärzte können Medikamente oder Gesprächstherapie empfehlen, um Symptome zu lindern.

Kann MS Depressionen verursachen?

Bis zu 50 % der Menschen mit MS können an einer schweren depressiven Störung erkranken. Das Risiko, an einer Depression zu erkranken, ist etwa dreimal so hoch wie das der Allgemeinbevölkerung. Unter Forschungsergebnissen zugrunde liegend, wurde festgestellt, dass Depressionen sowohl eine Reaktion auf den Stress des Lebens mit MS als auch eine direkte Folge des Krankheitsprozesses sein können.

Kann MS Angst verursachen?

Laut Stoll kann das Leben mit MS einen täglichen Stress verursachen und Unsicherheiten hervorrufen. Diese Unsicherheit kann zu Angstzuständen führen. Zudem können MS-Hirnläsionen das Auftreten von Panikattacken verstärken. Ärzte können helfen, den Unterschied zwischen durch die Krankheit verursachte und auf Lebensereignissen basierende Ängste zu erkennen und eine passende Behandlung anzubieten.

Kann MS andere emotionale Veränderungen auslösen?

Neben Depressionen und Angstzuständen können Menschen mit MS auch an Anpassungsstörungen leiden. Zudem ist das Risiko, an einer bipolaren Störung diagnostiziert zu werden, doppelt so hoch wie bei der Allgemeinbevölkerung. Veränderungen im Gehirn, Stress oder Stimmungsprobleme können zu starken emotionalen Reaktionen führen, die sich auf die Lebensqualität auswirken.

Wo bekommen Sie Hilfe bei Depressionen und Angstzuständen?

Ihr Hausarzt oder Neurologe können Sie an einen Rehabilitationspsychologen überweisen. Ein Therapeut kann Ihnen helfen, Ihre Diagnose zu akzeptieren und Wege zu finden, mit den Problemen direkt umzugehen. Die kognitive Verhaltenstherapie (CBT) kann dabei helfen, Schmerzen, Müdigkeit, Angstzustände und Depressionen zu lindern. Zudem können Antidepressiva und spezialisierte Medikamente die Behandlung unterstützen.

Wenn Sie Symptome einer Depression haben, ist es wichtig, sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Nicht behandelte Depressionen können das Risiko für andere Gesundheitsprobleme erhöhen, wie zum Beispiel Entzündungen, Herzkrankheiten oder selbstschädigende Gedanken. Es ist ebenso wichtig, emotionale und psychische Gesundheit genauso zu priorisieren wie die körperliche Gesundheit bei der Behandlung von MS.

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