Home Medizin Psoriasis-Studie zeigt einen Weg zur Berücksichtigung der Arzneimittelkosten in den USA auf

Psoriasis-Studie zeigt einen Weg zur Berücksichtigung der Arzneimittelkosten in den USA auf

von NFI Redaktion

Nur drei der 13 auf dem US-Markt verfügbaren Biologika zur Behandlung von Psoriasis erwiesen sich als kosteneffektiv, laut einer neuen Analyse, die einen bereits in Deutschland angewandten Ansatz zur Bewertung von Arzneimittelpreisen und -vorteilen nutzte. In einem Artikel, der am 21. Februar in JAMA Dermatology veröffentlicht wurde, verwendeten Alexander C. Egilman, BA, Benjamin N. Rome, MD, MPH und ihre Kollegen einen Ansatz namens Effizienzgrenzen (EFs), um biologische Therapien für Psoriasis zu untersuchen. Diese Analyse könnte als mögliches Instrument für politische Entscheidungsträger in den USA dienen, die Schwierigkeiten haben, medizinische Preise an den dokumentierten Nutzen zu knüpfen.

Die Autoren stellten fest, dass Infliximab-Dyyb, Ixekizumab und Risankizumab die günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnisse unter den untersuchten Biologika aufwiesen. Dies deutet darauf hin, dass die Preise für andere Medikamente um durchschnittlich 71 % gesenkt werden müssten, um mit den kostengünstigsten Alternativen mithalten zu können. Der EF-Ansatz könnte ein Weg sein, Innovationen zu belohnen und Unternehmen dazu anzuregen, nach Medikamenten zu suchen, die den Patienten mehr Nutzen bieten.

Die Analyse zeigt auch, dass die Kosten für Psoriasis-Medikamente in den USA besser an den Nutzen gekoppelt werden könnten, ähnlich wie es in anderen Ländern wie Australien, Kanada und Deutschland der Fall ist. Mit der Einführung des Inflation Reduction Act von 2022 könnten Verhandlungen über Medikamentenpreise in Medicare beginnen, was einen Schritt in Richtung einer besseren Kosten-Nutzen-Bewertung von Medikamenten darstellt.

Dermatologen wie Scott Elman von der University of Miami begrüßen diese Analyse als einen Schritt in die richtige Richtung, um sicherzustellen, dass Patienten Zugang zu den am besten geeigneten Behandlungen erhalten. Durch eine bessere Bewertung der Wirksamkeit und Sicherheit von Medikamenten könnten Patienten langfristig besser versorgt werden.

Die Diskussion über die Verwendung von Qualitätskorrigierten Lebensjahren (QALYs) zur Bewertung von Medikamentenpreisen geht weiter, und politische Entscheidungsträger debattieren über die Verwendung dieser Maßnahmen in Bundesgesundheitsprogrammen. Die Forschung von Rome und Kollegen deutet darauf hin, dass alternative Ansätze zur Bewertung von Arzneimitteln wie EFs möglicherweise effektiver sind und dabei helfen könnten, die Kosten im Gesundheitswesen besser zu kontrollieren und den Patienten eine qualitativ hochwertige Versorgung zu bieten.

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