Home Medizin Priorisieren Sie die Patientenerfahrung in der Diabetesversorgung

Priorisieren Sie die Patientenerfahrung in der Diabetesversorgung

von NFI Redaktion

Die Endocrine Society hat eine neue Stellungnahme veröffentlicht, um Ärzten dabei zu helfen, bei der Behandlung von Diabetes die Patientenerfahrungen zu priorisieren und dadurch die Ergebnisse zu optimieren. Diese Erklärung basiert auf dem Konsens zweier virtueller Rundtischgespräche im Jahr 2022 und wurde durch Vertreter verschiedener Organisationen wie der American Diabetes Association, des American College of Cardiology, des American College of Physicians, der Association of Diabetes Care and Education Specialists und der US Centers for Disease Control ausgearbeitet.

Dr. Rita R. Kalyani, Vorsitzende des Schreibensgremiums, betonte, dass trotz der Einführung neuer Medikamentenklassen und Technologien in der Diabetespflege weiterhin erhebliche Lücken zwischen den klinischen Empfehlungen und der tatsächlichen Umsetzung in der Praxis bestehen. Die Diskussionsrunden konzentrierten sich auf die Lücken in der Diabetesversorgung und die verfügbaren Instrumente zur Unterstützung einer patientenzentrierten Versorgung.

Die Stellungnahme richtet sich an alle Personen, die an der Betreuung von Menschen mit Diabetes beteiligt sind, wobei betont wird, dass die Erfahrungen der Patienten von zentraler Bedeutung sind. Außerdem werden in der Erklärung wichtige Themen wie effektive Kommunikation, psychosoziale Bedürfnisse, Diabetes-Selbstmanagement, Therapieoptionen, und die Integration von Diabetes-Technologien behandelt.

In der Stellungnahme werden verschiedene klinische Patientenvignetten präsentiert, die Ärzten helfen sollen, potenzielle blinde Flecken in ihrer eigenen Praxis besser zu erkennen. Grafiken und Tabellen stehen zur Verfügung, um den Inhalt zu visualisieren und praktische Empfehlungen zu geben.

Trotz der wichtigen Empfehlungen in der Stellungnahme räumt Dr. Ahn ein, dass die praktische Umsetzung in einer traditionell ausgelasteten klinischen Umgebung möglicherweise nicht durchführbar ist, insbesondere für Hausärzte.

Dr. Kalyani betont die Notwendigkeit von Instrumenten zur Unterstützung einer patientenzentrierten Versorgung, die den sich ständig ändernden Anforderungen gerecht werden und keine zusätzliche Belastung für Patienten und Gesundheitsdienstleister darstellen sollen.

Die Stellungnahme wurde durch Bildungszuschüsse an die Endocrine Society unterstützt, die von verschiedenen Unternehmen bereitgestellt wurden. Die Autoren der Stellungnahme haben jedoch betont, dass sie diese unabhängig entwickelt haben.

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