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Paradoxes Ekzemrisiko gering mit biologischem Psoriasis-Tx

von NFI Redaktion

Biologikabehandlung von Psoriasis-Patienten stellt ein geringes Risiko für paradoxale Ekzemsymptome dar, wobei Interleukin-23-Inhibitoren in einer Beobachtungsanalyse das niedrigste Risiko im Vergleich zu anderen Medikamentenklassen aufwiesen, so eine Forschungsarbeit unter der Leitung von Ali Al-Janabi, MA, von der University of Manchester (England).

Die Analyse basierte auf 25.000 Arzneimittelexpositionen von 13.699 Psoriasis-Patienten, von denen 1% paradoxale Ekzeme entwickelten. Die Inzidenz von paradoxen Ekzemen variierte je nach Medikamentenklasse, wobei IL-23-Inhibitoren das niedrigste Risiko von 0,56 pro 100.000 Personenjahre aufwiesen im Vergleich zu 1,22 pro 100.000 Personenjahre bei IL-17-Inhibitoren.

„Die Exposition gegenüber IL-23-Inhibitoren war im Vergleich zu TNF-Inhibitoren signifikant mit einem geringeren Risiko für paradoxale Ekzeme verbunden“, berichtete die BADBIR Study Group in JAMA Dermatology. Sie stellten fest, dass das Risiko paradoxer Ekzeme bei Patienten, die mit IL-23-Inhibitoren behandelt wurden, um 61% geringer war als bei denen, die TNF-Inhibitoren einnahmen.

Die Studie wies jedoch darauf hin, dass die Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden sollten und weitere Untersuchungen erforderlich sind. Die Autoren schlugen vor, dass Ärzte bei Patienten mit früherer atopischer Dermatitis, Heuschnupfen oder paradoxen Ekzemen die Verwendung von IL-23-Inhibitoren in Betracht ziehen sollten, da diese Klasse das geringste Risiko für paradoxe Ekzeme aufwies.

Vorsichtige Interpretation und weitere Ergebnisse

Die Forschungsgruppe betonte, dass die Studie das erste ihrer Art war, die das Risiko paradoxer Ekzeme nach biologischer Klasse verglich. Sie fanden heraus, dass Patienten mit einer Vorgeschichte von atopischer Dermatitis und Heuschnupfen ein erhöhtes Risiko für paradoxale Ekzeme hatten. Die Autoren wiesen darauf hin, dass weitere Studien erforderlich sind, um die Ergebnisse zu bestätigen und detailliertere Analysen durchzuführen.

Stärken und Einschränkungen

Die Studie wurde von der Medical Research Council finanziert und beinhaltete Daten aus der BADBIR-Datenbank. Obwohl die Studie Stärken in Bezug auf die Stichprobengröße und die Vielfalt der Beteiligten aufwies, wies sie auch Beschränkungen auf, insbesondere in Bezug auf die Anzahl der Beobachtungen innerhalb bestimmter Untergruppen.

Die Forschungsgruppe betonte die Notwendigkeit weiterer Studien mit mehr Beobachtungen, um fundiertere Analysen durchzuführen, und wies darauf hin, dass zukünftige Untersuchungen eine gründlichere Analyse einzelner Medikamente und Patientenuntergruppen ermöglichen würden.

Die Erkenntnisse dieser Studie könnten Ärzte bei der Auswahl von Biologika für die Behandlung von Psoriasis unterstützen und wurden ursprünglich in MDedge.com, einem Teil des Medscape Professional Network, veröffentlicht.

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