Home Medizin Oraler Herpes ist mit einem doppelten Risiko für Demenz bei älteren Erwachsenen verbunden

Oraler Herpes ist mit einem doppelten Risiko für Demenz bei älteren Erwachsenen verbunden

von NFI Redaktion

OBERSTE ZEILE:

Eine neue Studie zeigt, dass Menschen mit einer Vorgeschichte des Herpes-simplex-Virus (HSV) ein mehr als doppelt so hohes Risiko für Demenz im Alter haben.

METHODE:

  • Die Studie umfasste 1.002 demenzfreie 70-Jährige aus der „Prospective Investigation of Vasculature in Uppsala Seniors“ Kohorte.
  • Blutproben wurden gesammelt und analysiert, um verschiedene Immunoglobuline nachzuweisen.
  • Es wurden Informationen zur medikamentösen Behandlung gegen Herpesviren gesammelt und Demenzdiagnosen ausgewertet.

ERGEBNISSE:

  • 82% der Teilnehmer waren Anti-HSV-IgG-Träger, wobei 6% gegen das Herpesvirus behandelt wurden.
  • Anti-HSV-IgG-Positivität war mit einem doppelt so hohen Demenzrisiko verbunden.
  • Die Behandlung des Herpesvirus war nicht signifikant mit einem geringeren AD-Risiko verbunden.
  • Es gab keine Interaktion zwischen Anti-HSV-IgG-Seroprävalenz und APOE 4 im Hinblick auf das Demenzrisiko.

PRAXISTIPP:

Die Ergebnisse könnten zu einer Frühbehandlung von Demenz mit gängigen Herpesviren-Medikamenten führen, so Erstautorin Erika Vestin.

QUELLE:

Die Studie wurde in der Zeitschrift für Alzheimer-Krankheit veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Studie hatte einige Einschränkungen, darunter eine mögliche Unterrepräsentation bestimmter Gruppen und unvollständige Informationen zu Behandlungsdetails.

FINANZIERUNG:

Die Studie wurde von verschiedenen Stiftungen unterstützt, und es gab keine relevanten Interessenkonflikte der Autoren.

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