Home Medizin Obstruktive Schlafapnoe ist mit einem höheren Schlaganfallrisiko verbunden

Obstruktive Schlafapnoe ist mit einem höheren Schlaganfallrisiko verbunden

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Neue Daten zeigen, dass obstruktive Schlafapnoe (OSA) ein höheres Schlaganfallrisiko birgt, unabhängig von der Verwendung von CPAP-Geräten (Continuous Positive Airway Pressure), insbesondere bei weißen Personen. Bei schwarzen Personen war das Risiko bei Verwendung von CPAP-Geräten sogar geringer als bei Nicht-Verwendung.

METHODIK:

  • Die Forscher analysierten Daten von 22.192 Teilnehmern der Studie „Causes for Geographic and Racial Differences in Stroke“ in den USA, die zu Beginn der Studie keinen Schlaganfall erlitten hatten. Die Kohorte umfasste sowohl schwarze als auch weiße Personen im Durchschnittsalter von 64 Jahren, wobei 38 % schwarze Personen waren.
  • Zu Beginn der Studie wurde bei 11 % der Teilnehmer OSA diagnostiziert, und sie wurden über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren beobachtet.
  • Die Analyse berücksichtigte demografische, sozioökonomische und Schlaganfallrisikofaktoren.

ERGEBNISSE:

  • Während der Nachbeobachtungszeit erlitten 969 Teilnehmer (4,4 %) einen Schlaganfall.
  • Bei weißen Personen war ein hohes OSA-Risiko und eine diagnostizierte OSA mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden, während dies bei schwarzen Personen nicht der Fall war.
  • Für weiße Personen war die Verwendung von CPAP-Geräten mit einem höheren Schlaganfallrisiko verbunden, während schwarze Personen ein geringeres Risiko hatten.
  • Interessanterweise war Schnarchen weder bei schwarzen noch bei weißen Personen mit einem Schlaganfall verbunden.

PRAXISBEZUG:

Laut Hauptautorin Rebecca Robbins, MMSc, PhD, könnte die Verwendung von CPAP-Geräten bei schwarzen Personen möglicherweise einen größeren Nutzen haben, da sie häufiger unter schwerer Schlafapnoe leiden und die Behandlung länger dauert als bei weißen Personen.

QUELLE:

Die Studie, geleitet von Robbins, wurde online in der Zeitschrift Neurologie veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Studie beruhte auf selbstberichteten Daten zu OSA-Symptomen, Risiko, Diagnose und Behandlung, ohne Details zur CPAP-Nutzung oder Schweregrad der OSA.

OFFENLEGUNG:

Die Studie wurde vom National Institute of Neurological Disorders and Stroke und dem National Institute on Aging finanziert. Robbins hat Beratungshonorare von verschiedenen Unternehmen erhalten, die im Originalpapier aufgeführt sind.

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