Home Medizin Neues Tool misst das Post-CAR-T-Rückfallrisiko bei multiplem Myelom

Neues Tool misst das Post-CAR-T-Rückfallrisiko bei multiplem Myelom

von NFI Redaktion

Ein fortschrittliches Vorhersagemodell, das auf Daten aus US-amerikanischen und europäischen Kohorten basiert, zeigt Genauigkeit bei der Identifizierung von Patienten mit rezidiviertem/refraktärem multiplem Myelom (RRMM), die nach einer Behandlung mit dem chimären Anti-B-Zell-Reifungsantigen-Rezeptor (BCMA) eine hohe Wahrscheinlichkeit für Rückfälle nach einer CAR-T-Therapie haben.

Die Autoren berichteten in einer Studie, veröffentlicht am 15. Februar in der Zeitschrift für klinische Onkologie, dass ein früher Rückfall innerhalb von 5 Monaten nach der Infusion mit sehr schlechten Ergebnissen verbunden war. Die krankheits-, behandlungs- und entzündungsspezifischen Variablen wurden als unabhängige Prädiktoren für einen frühen Rückfall identifiziert.

Die retrospektive Beobachtungsstudie umfasste 136 Patienten in sieben CAR-T-Zentren in Europa und 133 Patienten in drei Zentren in den USA. Die Studie fand heraus, dass extramedulläre Erkrankungen, Refraktorität gegenüber Lenalidomid, Hochrisiko-Zytogenetik und erhöhtes alters- und geschlechtsangepasstes Ferritin Risikofaktoren für einen frühen Rückfall waren.

Das entwickelte Modell, MyCARe, klassifizierte die Patienten basierend auf ihren Risikofaktoren in niedriges, mittleres und hohes Risiko. Es zeigte, dass das Risiko eines frühen Rückfalls bei Menschen mit niedrigem Risiko bei 7 %, bei mittlerem Risiko bei 27 % und bei hohem Risiko bei 53 % lag.

Die Studie ergab auch, dass das Gesamtüberleben nach 12 Monaten bei Patienten mit frühen Rückfällen gering war und bei 30 % in der europäischen Kohorte und 14 % in der US-Gruppe lag.

Die Autoren betonen, dass das MyCARe-Modell bei der Identifikation von Patienten helfen könnte, die von anderen Therapien nach einem Rückfall profitieren könnten oder von einer Erhaltungstherapie nach CAR-T-Therapie profitieren könnten.

Es wird empfohlen, geeignete Patienten so früh wie möglich an ein CAR-T-Zentrum zu überweisen, um individuelle Behandlungsstrategien zu entwickeln. Weitere Studien sind notwendig, um die Wirksamkeit des Modells in der klinischen Praxis zu überprüfen und die Behandlung von RRMM-Patienten zu optimieren.

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