Home Medizin Neue Methode enthüllt xenofreies, effizientes Kultursystem

Neue Methode enthüllt xenofreies, effizientes Kultursystem

von NFI Redaktion

Nichtmenschliche Primaten (NHPs) weisen im Vergleich zu anderen Tiermodellen ein hohes Maß an Ähnlichkeit mit Menschen auf. Die Ähnlichkeiten manifestieren sich auf genetischer, physiologischer, sozio-verhaltensbezogener und zentralnervöser Ebene, wodurch NHPs für die Erforschung der Stammzelltherapie geeignet und zunehmend in präklinischen Studien eingesetzt sind, um die Sicherheit und Wirksamkeit biotechnologischer Therapien zu testen. Trotz ethischer Probleme und Kosten, die mit diesem Modell verbunden sind, wäre die Verwendung von NHP-Zellmodellen in klinischen Studien äußerst vorteilhaft. Allerdings bleibt die Entwicklung und Aufrechterhaltung des naiven Zustands pluripotenter Stammzellen (PSCs) von Primaten weiterhin schwierig, was die Anwendung der Biotechnologie beim Javaneraffen einschränkt.

Kürzlich haben Forscher eine chemisch definierte, xenofreie Kultur entwickelt, um Affen-PSCs in vitro zu kultivieren und zu isolieren. Diese xenofreien PSCs können aus Blastozysten stammen, aus etablierten PSC-Linien umgewandelt oder durch Neuprogrammierung somatischer Zellen erzeugt werden. Die Integration von Signalwegkomponenten erhöht das Potenzial für die Bildung von Chimären und die Expression von Reportergenen in den PSCs eröffnet neue Möglichkeiten für die bildgebende Verfolgung von Chimären in vivo und in vitro.

Die manipulierten Zellen behalten ihr embryonales und extraembryonales Entwicklungspotenzial und können in alle drei Keimschichten sowie in reproduktive keimähnliche Zellen differenzieren in vitro und in vivo. Durch die Integration von biolumineszierenden Reportergenen in das Genom von Affen-Stammzellen wurde erfolgreich ein chimärer Affe geschaffen, der biolumineszierende Zellen trägt. Dies ermöglicht die Verfolgung der Proliferation und Migration von chimären Zellen innerhalb des Affen in vivo.

Diese Ergebnisse legen den Grundstein für zukünftige Forschungen zu Primatenorganoiden und Xenotransplantation. Sie könnten auch von breitem Nutzen für die Stammzellentechnik von Primaten und die Nutzung chimärer Affenmodelle für klinische Studien sein.

Quelle:

Zeitschriftenreferenz:

Wu, J., et al. (2023). Langfristig in vivo Verfolgung chimärer Zellen bei nichtmenschlichen Primaten. Protein & Zelle. doi.org/10.1093/procel/pwad049.

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