Home Medizin Nach der Diagnose einer Depression erkranken mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer

Nach der Diagnose einer Depression erkranken mehr Frauen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männer

von NFI Redaktion


Menschen mit Depressionen haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine neue Studie, heute in JACC: Asien veröffentlicht, zeigt jedoch, dass nach der Diagnose einer Depression mehr Frauen als Männer an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden. Die Studie beleuchtet geschlechtsspezifische Unterschiede und betont die Bedeutung maßgeschneiderter Präventions- und Behandlungsstrategien gemäß den Geschlechtsfaktoren.

Depressionen sind weltweit die dritthäufigste Ursache für Morbidität und erhöhen das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfall und kardiovaskuläre Mortalität. Frauen mit Depressionen haben ein höheres relatives Risiko für herzbedingte Gesundheitsprobleme als Männer. Die Studie untersucht die Mechanismen hinter diesen geschlechtsspezifischen Unterschieden und betont die Notwendigkeit einer individuell zugeschnittenen Versorgung.

„Die Identifizierung geschlechtsspezifischer Faktoren bei den negativen Auswirkungen von Depressionen auf kardiovaskuläre Ergebnisse kann bei der Entwicklung gezielter Präventions- und Behandlungsstrategien hilfreich sein. Ein besseres Verständnis wird Gesundheitsdienstleistern ermöglichen, die Versorgung von Männern und Frauen mit Depressionen zu optimieren, was zu besseren kardiovaskulären Ergebnissen führt.“ – Hidehiro Kaneko, MD, Assistenzprofessor an der Universität Tokio, Japan.

Die Studie analysierte den Zusammenhang zwischen Depressionen und kardiovaskulären Ereignissen anhand einer Kohortenstudie aus den Jahren 2005-2022. Die Ergebnisse zeigen, dass Depressionen bei Frauen ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben als bei Männern. Die Diskussion betont mögliche Mechanismen, wie hormonelle Veränderungen, Risikofaktoren und geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Gesundheitsversorgung.

Es ist wichtig für Gesundheitsfachkräfte, den Einfluss von Depressionen auf die Herzgesundheit anzuerkennen und individualisierte Präventions- und Behandlungsansätze zu implementieren. Obwohl diese Studie Einschränkungen bei der Erfassung von Causalzusammenhängen aufweist, liefert sie wichtige Erkenntnisse über die geschlechtsspezifischen Auswirkungen von Depressionen auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Quelle:

American College of Cardiology

Zeitschriftenreferenz:

Senoo, K., et al. (2024) Geschlechtsunterschiede im Zusammenhang zwischen Depression und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. JACC: Asien. doi.org/10.1016/j.jacasi.2023.11.015.

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