Home Medizin Mit Folsäure angereichertes Speisesalz könnte lebensbedrohliche Geburtsfehler verhindern: Studie

Mit Folsäure angereichertes Speisesalz könnte lebensbedrohliche Geburtsfehler verhindern: Studie

von NFI Redaktion

Die Bedeutung von Folsäure in der Prävention lebensbedrohlicher Geburtsfehler wie Spina bifida und Anenzephalie ist weithin bekannt. Forscher haben nun vorgeschlagen, Speisesalz mit Folsäure anzureichern, um diesen Geburtsfehlern effektiv entgegenzuwirken.

Laut WHO-Empfehlung sollten Frauen ab Empfängnisbeginn bis zur 12. Schwangerschaftswoche täglich 400 Mikrogramm Folsäure einnehmen. Die CDC empfiehlt allen Frauen im gebärfähigen Alter, die schwanger werden könnten, zusätzlich zu folsäurereichen Lebensmitteln eine Folsäuresupplementierung.

Um sicherzustellen, dass Frauen ausreichend Folsäure über die Ernährung erhalten, unterstützt die Weltgesundheitsversammlung die Anreicherung von Lebensmitteln mit Folsäure. Obwohl viele Länder, darunter die USA, dies bereits umsetzen, fehlt es anderen noch an Kapazitäten oder politischem Willen.

Schätzungen zufolge werden weltweit immer noch rund 260.000 Geburten von Spina bifida und Anenzephalie beeinflusst, was zu Totgeburten und Todesfällen bei Säuglingen führt.

In einer Studie im JAMA Network Open schlagen Forscher die Anreicherung von Speisesalz mit Folsäure als kostengünstige Lösung vor. Diese Maßnahme könnte bis zu 50% der weltweiten Fälle von Spina bifida verhindern.

Die Forscher betonen, dass ihre Studie keine erhöhte Salzaufnahme fördert. Stattdessen sollte dem bereits konsumierten Speisesalz die nötige Menge Folsäure zugesetzt werden. In Regionen, wo der Salzkonsum reduziert wird, sollte die Folsäurekonzentration entsprechend angepasst werden, ähnlich den Programmen zur Getreideanreicherung.

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