Home Medizin Mikroplastik als Krankheitserregerträger im Wasser birgt Risiken für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit

Mikroplastik als Krankheitserregerträger im Wasser birgt Risiken für die Umwelt und die öffentliche Gesundheit

von NFI Redaktion


Mikroplastik, winzige Kunststoffpartikel mit einer Größe von weniger als 5 mm, ist in Meeres- und Süßwasserökosystemen weltweit immer präsenter. Diese Partikel stammen sowohl aus primären, als auch aus sekundären Quellen, wie etwa industriellen Rohstoffen und dem Abbau von größeren Kunststoffartikeln. Dies hat sich zu einem erheblichen Umweltproblem entwickelt, da die Mikroplastikstoffe in Gewässern als Überträger für eine Vielzahl von Krankheitserregern dienen, darunter Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen. Diese Dynamik stellt sowohl für Meereslebewesen als auch für Menschen eine erhebliche Gefahr dar und kann zu Infektionen führen.

In einer wichtigen Studie in der Zeitschrift Öko-Umwelt und Gesundheit, Band 2, 2023, werden die verborgenen Gefahren von pathogenbeladenem Mikroplastik in Gewässern aufgedeckt und die zunehmende Sorge um die öffentliche Gesundheit unterstrichen.

Die Forschung untersucht die Rolle von Mikroplastik als Träger von Krankheitserregern in verschiedenen Gewässern. Dabei wird eingehend die Anhaftung, das Überleben und die Übertragung von Krankheitserregern auf den Menschen durch verschiedene Expositionswege untersucht.

Diese Studie hat eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung von öffentlichen Gesundheitspolitiken und Umweltstrategien. Sie hebt die dringende Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung der Mikroplastikkontamination hervor und fordert eine umfassendere Erforschung der Rolle von Mikroplastik bei der Übertragung von Krankheitserregern sowie der daraus resultierenden Gesundheitsrisiken.

Der leitende Forscher, Huan Zhong, betont die Bedeutung des Verständnisses der Rolle von Mikroplastik bei der Verbreitung von Krankheitserregern und weist auf die weitreichenden Folgen für die Umwelt und die menschliche Gesundheit hin.

Die Studie beleuchtet die übersehenen Gesundheitsrisiken, die von Krankheitserregern im Zusammenhang mit Mikroplastik in Gewässern ausgehen, und plädiert nachdrücklich für sofortige Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit und der Umweltintegrität. Sie unterstreicht außerdem die Notwendigkeit multidisziplinärer Forschungsanstrengungen, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen Mikroplastik-assoziierten Krankheitserregern zu verstehen und wirksame Strategien zu ihrer Eindämmung zu entwickeln.

Quelle:

Zeitschriftenreferenz:

Zhong, H., et al. (2023). Das versteckte Risiko mikroplastikassoziierter Krankheitserreger in Gewässern. Öko-Umwelt und Gesundheit.
doi.org/10.1016/j.eehl.2023.07.004

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