Home Medizin Menschen mit anhaltendem, sich verschlimmerndem metabolischem Syndrom haben ein höheres Krebsrisiko: Studie

Menschen mit anhaltendem, sich verschlimmerndem metabolischem Syndrom haben ein höheres Krebsrisiko: Studie

von NFI Redaktion

Eine aktuelle Studie hat gezeigt, dass Menschen mit anhaltendem und sich verschlechterndem metabolischem Syndrom ein erhöhtes Risiko für verschiedene Krebsarten haben.

Das metabolische Syndrom umfasst eine Gruppe von Erkrankungen wie Bluthochdruck, hoher Blutzucker, überschüssiges Bauchfett und abnormales Cholesterin, die das Risiko für Herzerkrankungen, Schlaganfall und Typ-2-Diabetes erhöhen.

Die neueste Studie, veröffentlicht im Online-Journal Cancer der American Cancer Society, legt nahe, dass die Behandlung des metabolischen Syndroms eine effektive Strategie zur Reduzierung des Krebsrisikos sein könnte.

Die Forscher schreiben: „Flugbahnen von MetS [metabolic syndrome] Scores sind mit dem Auftreten von Krebserkrankungen verbunden, insbesondere Brust-, Endometrium-, Nieren-, Darm- und Leberkrebs, was die Bedeutung einer langfristigen Überwachung und Bewertung von MetS unterstreicht.“

Zwischen 2006 und 2010 maß ein Forschungsteam die Werte des metabolischen Syndroms bei 44.115 Erwachsenen in China mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren. Basierend auf den Trends wurden die Teilnehmer in vier Gruppen eingeteilt.

In einem Nachbeobachtungszeitraum von 2010–2021 mit einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 9,4 Jahren erkrankten 2.271 Teilnehmer an Krebs.

Die Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmer mit anhaltend hohen Werten für das metabolische Syndrom und chronischer Entzündung ein höheres Risiko haben, an Brust-, Endometrium-, Darm- und Leberkrebs zu erkranken. Nierenkrebs wurde hauptsächlich bei Teilnehmern beobachtet, die anhaltend hohe Werte ohne chronische Entzündung aufwiesen.

Der leitende Autor Han-Ping Shi betont: „Diese Forschung zeigt, dass eine proaktive und kontinuierliche Behandlung des metabolischen Syndroms eine wichtige Strategie zur Krebsprävention sein kann. Zukünftige Studien sollten sich auf die biologischen Mechanismen konzentrieren, die das metabolische Syndrom mit Krebs in Verbindung bringen, um gezielte Behandlungen oder Präventionsstrategien zu entwickeln. Formelle Bewertungen dieser Interventionen sind erforderlich, um festzustellen, ob sie das Krebsrisiko beeinflussen können.“

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