Home Medizin Laut Studie könnten sich die Bronchoskopiefähigkeiten von Medizinern durch Videospiele verbessern

Laut Studie könnten sich die Bronchoskopiefähigkeiten von Medizinern durch Videospiele verbessern

von NFI Redaktion

In einer aktuellen Studie, die in Wissenschaftliche Berichte veröffentlicht wurde, haben Forscher aus Japan die Auswirkungen von Videospielen auf die Bronchoskopiefähigkeiten von Medizinstudenten und Assistenzärzten untersucht.

Die Studie ergab, dass Videospielkenntnisse bei Teilnehmern, die Anfänger waren, mit verbesserten Bronchoskopiefähigkeiten verbunden waren.


Studie: Videospieler zeigen bei Anfängern überlegene Fähigkeiten in der Bronchoskopie.  Bildnachweis: sezer66/Shutterstock.com










Studie: Videospieler demonstrieren bei Anfängern überlegene Fähigkeiten in der Bronchoskopie. Bildnachweis: sezer66/Shutterstock.com

Hintergrund

Die flexible Bronchoskopie ist ein wichtiges Verfahren in der Atemwegsversorgung, das zur Diagnose und Behandlung eingesetzt wird. Durch simulationsbasiertes Training mit virtueller Realität und robotergestützten Technologien können Bronchoskopietechniken verbessert werden und die Beschwerden des Patienten während der Bronchoskopie verringern. Sowohl Erfahrungen mit Videospielen als auch mit Bronchoskopietechniken erfordern gemeinsame Fähigkeiten, darunter schnelle Entscheidungsfindung, visuell-räumliches Bewusstsein und psychomotorische Fähigkeiten.

Die Ego-Perspektive und die Verwendung von Geräten, die Zangen ähneln, um bei der Bronchoskopie auf bestimmte Bronchialbereiche zuzugreifen und diese einzuführen, weisen Ähnlichkeiten mit den Fähigkeiten auf, die in dreidimensionalen (3D) Shooter-Spielen erforderlich sind, einschließlich Ego- und Third-Person-Shootern.

Frühere Forschungen haben bereits gezeigt, dass das Spielen von Videospielen mit einer verbesserten Leistung bei verschiedenen medizinischen Verfahren in Verbindung gebracht wurde, aber bronchoskopiespezifische Fähigkeiten erhielten bisher wenig Aufmerksamkeit.

Über die Studie

Die vorliegende prospektive Studie wurde zwischen 2021 und 2023 in einem Krankenhaus in Japan durchgeführt. Die Teilnehmer wurden in zwei Hauptgruppen eingeteilt: unerfahrene (Medizinstudenten oder Assistenzärzte) und erfahrene (Beatmungsmediziner mit ≥ 100 Bronchoskopien). Diese Gruppen wurden weiter in Gamer- und Nicht-Gamer-Untergruppen unterteilt. Daten zu Bronchoskopietechniken und Fähigkeiten beim Spielen des Spiels SPLATOON 2 wurden verglichen. Für die statistische Analyse wurden Spearmans Korrelation, der exakte Fisher-Test und der Mann-Whitney-U-Test verwendet.

Resultate und Diskussion

Die Studie ergab, dass Spieler in der unerfahrenen Gruppe deutlich kürzere bronchoskopische Beobachtungs- und Spielabschlusszeiten hatten als Nicht-Spieler. In der erfahrenen Gruppe zeigte sich eine signifikant kürzere bronchoskopische Beobachtungszeit, aber keine wesentlichen Unterschiede in der Spielabschlusszeit zwischen Spielern und Nicht-Spielern. Die Forscher betonen, dass gut gemanagte Spielerlebnisse und Schulungen Lernvorteile bieten könnten, die über den Spielbereich hinausgehen.

Abschluss

Zusammenfassend zeigt die aktuelle Studie einen Zusammenhang zwischen Videospielfähigkeiten und Bronchoskopietechniken bei Anfängern ohne vorherige Bronchoskopieerfahrung. Diese Erkenntnisse könnten dazu beitragen, die Schulungsstrategien für die Bronchoskopie zu verfeinern und zu verstehen, wie sich gemeinsame Fähigkeiten auf die Kompetenz bei der Durchführung spezifischer medizinischer Verfahren auswirken.

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