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Laut Studie gibt es keinen signifikanten Ergebnisunterschied

von NFI Redaktion

Extrem frühgeborene Säuglinge haben ein erhöhtes Risiko für Krankheiten und Sterblichkeit. Frühere Forschungen haben gezeigt, dass eine Ernährung mit muttermilchbasiertem Anreicherungsmittel (HMBF) die Risiken mildern kann. Ein neuer Bericht in der Fachzeitschrift eClinical Medicine von The Lancet vergleicht die Auswirkungen dieser Anreicherung mit kuhmilchbasierten Stärkungsmitteln.


Studie: Wirkung der Anreicherung auf Muttermilchbasis bei extrem Frühgeborenen, die ausschließlich mit Muttermilch ernährt wurden: eine randomisierte kontrollierte Studie.  Bildnachweis: LullaBEE / Shutterstock










Studie: Wirkung der Anreicherung auf Muttermilchbasis bei extrem Frühgeborenen, die ausschließlich mit Muttermilch ernährt wurden: eine randomisierte kontrollierte Studie. Bildnachweis: LullaBEE / Shutterstock

Einführung

Frühgeburt kann zu schwerwiegenden Komplikationen führen und ist eine der Hauptursachen für Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren. Besonders gefährdet sind extrem frühgeborene Babys (vor Abschluss der 28. Schwangerschaftswoche), von denen etwa ein Viertel in hochentwickelten Ländern wie Schweden innerhalb des ersten Lebensjahres stirbt.

Zu den schwerwiegendsten Komplikationen gehören nekrotisierende Enterokolitis (NEC), bei der der Darm des Babys nicht mehr mit Blut versorgt wird, und Spätsepsis, die bis zu einem Drittel der extrem frühgeborenen Babys betrifft.

Muttermilch, vorzugsweise von der eigenen Mutter, ist die beste Ernährung für diese Babys. Wenn Muttermilch nicht verfügbar ist, wird Spendermilch oder spezielle Frühgeborenennahrung verwendet. Muttermilch verringert das Risiko von Komplikationen, während die Verwendung von Säuglingsnahrung das Risiko von NEC erhöht.

Da Muttermilch allein nicht alle Nährstoffe liefert, die extrem frühgeborene Babys benötigen, ist eine Anreicherung unerlässlich. Die gängige Praxis ist die Anreicherung mit Rindermilch. Allerdings kann dies das Risiko von NEC, Sepsis und Tod erhöhen, was zur Entwicklung von HMBF geführt hat. Es gibt jedoch nur begrenzte Daten zu direkten Vergleichen zwischen HMBF und herkömmlichen Anreicherungsmitteln.

Die vorliegende Studie berichtet über die Ergebnisse einer randomisierten kontrollierten Studie in Schweden, die an 24 Neugeborenenstationen durchgeführt wurde. Alle beteiligten Babys waren Frühgeborene, die nur Muttermilch erhielten.

Die Babys erhielten entweder mit HMBF oder BMBF angereicherte Milch. Die Studie untersuchte die Auswirkungen der Anreicherung auf die Inzidenz von nekrotisierender Enterokolitis (NEC), Sepsis und Tod bis zur 44. Woche nach der letzten Menstruation.

Ergebnisse der Studie

In der Studie waren 228 Babys beteiligt, von denen eine Gruppe HMBF und die andere BMBF erhielt. Die Häufigkeit von Komplikationen war in beiden Gruppen vergleichbar, wobei jeweils etwa ein Drittel der Babys NEC, Sepsis oder Tod erlitt. Auch unerwünschte Ereignisse waren in beiden Gruppen ähnlich.

Auswirkungen und Kosten

Die Studie legt nahe, dass HMBF als ergänzende Ernährungsstrategie bei extrem frühgeborenen Babys, die ausschließlich mit Muttermilch gefüttert werden, möglicherweise nicht sinnvoll ist. Darüber hinaus ist HMBF kostspielig, während BMBF eine kosteneffektivere Option sein könnte. Die Ergebnisse müssen durch weitere Studien validiert werden, insbesondere um Unterschiede in der Rate schwerwiegender Komplikationen oder Todesfälle auszuschließen.

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