Home Medizin Künstlich gesüßte Getränke stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Vorhofflimmern-Risiko

Künstlich gesüßte Getränke stehen im Zusammenhang mit einem erhöhten Vorhofflimmern-Risiko

von NFI Redaktion

OBERSTEN ZEILE:

Eine neue Beobachtungsstudie zeigt, dass der Konsum von 2 Litern oder mehr künstlich gesüßten Getränken pro Woche das Risiko für Vorhofflimmern (VHF) um 20 % erhöhen kann.

METHODIK:

  • Eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie untersuchte die Beziehung zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken, künstlich gesüßten Getränken und reinem Fruchtsaft und dem Risiko für Vorhofflimmern. Es wurde auch bewertet, ob genetische Anfälligkeit diese Beziehung beeinflusst.
  • Die Autoren analysierten Daten von 201.856 Teilnehmern der britischen Biobank, die zu Beginn der Studie frei von Vorhofflimmern waren. Die Diagnose von Vorhofflimmern erfolgte durch die Verknüpfung von Gesundheitsdaten.
  • Die Ergebnisse wurden auf verschiedene potenzielle Einflussfaktoren angepasst, darunter demografische Informationen, Gesundheitszustand und Lebensstilfaktoren.

WEGBRINGEN:

  • Nach knapp 10 Jahren Beobachtungszeit wurden 9.362 Fälle von Vorhofflimmern dokumentiert.
  • Personen, die mehr als 2 Liter künstlich gesüßte Getränke pro Woche konsumierten, hatten ein 20% höheres Risiko für Vorhofflimmern im Vergleich zu Nichtkonsumenten.
  • Ähnlich erhöhte auch der Konsum von zuckerhaltigen Getränken das Risiko für Vorhofflimmern, während der Konsum von reinem Fruchtsaft damit in Verbindung stand.

IN DER PRAXIS:

Die Autoren betonen, dass der Studie nicht zu entnehmen ist, dass der Konsum von zuckerhaltigen oder künstlich gesüßten Getränken das Vorhofflimmern-Risiko beeinflusst, sondern dass sie als Prädiktoren über traditionelle Risikofaktoren hinaus dienen könnten. Zukünftige Studien sind erforderlich, um diese Ergebnisse zu bestätigen.

QUELLE:

Die Studie wurde von Ying Sun, MD, geleitet und am 5. März in Kreislauf: Arrhythmie und Elektrophysiologie online veröffentlicht.

EINSCHRÄNKUNGEN:

Die Daten zum Getränkekonsum basierten auf Selbstberichten und wurden geschätzt. Es konnte nicht differenziert werden, ob die Getränke koffeinhaltig waren, und andere nicht gemessene Faktoren könnten ebenfalls eine Rolle gespielt haben.

OFFENLEGUNG:

Diese Studie wurde von verschiedenen Organisationen in China unterstützt.

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