Home Medizin Komplizierte Schwangerschaften sind mit einem zweifach erhöhten Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden

Komplizierte Schwangerschaften sind mit einem zweifach erhöhten Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden

von NFI Redaktion


Forscher der Universität Bergen haben den Zusammenhang zwischen der Schwangerschaftsgeschichte von 40-jährigen Frauen und ihrem späteren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersucht.

Es wurde festgestellt, dass Frauen mit Schwangerschaftskomplikationen ein etwa doppelt so hohes Risiko haben, später an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu leiden. Frühere Studien haben sich meist auf einzelne Komplikationen konzentriert und nicht die gesamte Schwangerschaftsgeschichte berücksichtigt.

Die Schwangerschaftsgeschichte ist ein einzigartiges Merkmal der Frauengesundheit und spielt eine wichtige Rolle bei der häufigsten Todesursache von Frauen.“

Liv Grimstvedt Kvalvik, außerordentliche Professorin, Abteilung für globale öffentliche Gesundheit und Grundversorgung, Universität Bergen, Norwegen

Gemeinsam mit Forschern des National Institute of Environmental Health Sciences in den USA und Kollegen der Universität Bergen hat sie den Zusammenhang zwischen der Schwangerschaftsgeschichte von Frauen im Alter von 40 Jahren und ihrem relativen Risiko, an atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, untersucht. Die Ergebnisse wurden im Journal der American Heart Association veröffentlicht.

Erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Studie kombinierte Daten aus norwegischen Registern von 1967 bis 2020 und identifizierte über 800.000 Frauen, die das 40. Lebensjahr erreicht hatten. Das Hauptergebnis war die Zeit bis zum Auftreten einer atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankung (ASCVD)-Mortalität im Alter von 69 Jahren.

Die Exposition umfasste die Anzahl der registrierten Schwangerschaften einer Frau (von null bis vier) sowie die Anzahl der Komplikationen, wie z.B. Ablösung der Plazenta, perinataler Tod und niedriges Geburtsgewicht. Es wurde festgestellt, dass eine Schwangerschaftsgeschichte im Alter von 40 Jahren stark mit der ASCVD-Mortalität in Verbindung steht.

Interventionen in jungen Jahren können helfen

Die Forschung legt nahe, dass Frauen mit einer komplizierten Schwangerschaftsgeschichte ein erhöhtes Risiko für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben, auch wenn sie sich dessen vielleicht nicht bewusst sind. Die Ergebnisse legen nahe, dass die vollständige Schwangerschaftsgeschichte genutzt werden könnte, um relativ junge Frauen zu identifizieren, die von Interventionen zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos profitieren könnten.

Quelle:

Zeitschriftenreferenz:

Kvalvik, LG, et al. (2024). Schwangerschaftsgeschichte im Alter von 40 Jahren als Marker für das kardiovaskuläre Risiko. Zeitschrift der American Heart Association. doi.org/10.1161/jaha.123.030560

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