Home Medizin Kein Goldstandard für Missbrauchsinterventionen bei Kindern

Kein Goldstandard für Missbrauchsinterventionen bei Kindern

von NFI Redaktion

Hausärzte spielen eine wichtige Rolle bei der Identifizierung von misshandelten Minderjährigen, aber es fehlen ausreichende Beweise, um Interventionen zur Prävention von Kindesmisshandlung ohne Symptome zu unterstützen. Dies ist das Fazit der US Preventive Services Task Force (USPSTF) in ihrer Aktualisierung von 2018, veröffentlicht im JAMA-Netzwerk geöffnet.

Sozialdeterminanten der Gesundheit wie wirtschaftliche Stabilität, Ernährung, Unterkunft und der Zugang zur Gesundheitsversorgung können dazu beitragen, diese Lücke zu schließen. Eine Evidenzübersicht und -synthese von Meera Viswanathan, PhD, und Kollegen ergab 14.355 Teilnehmer in 25 Studien, von denen 23 Hausbesuche beinhalteten.

Mehr als die Hälfte der analysierten Studien umfasste Kinder ohne bisherige Misshandlungsmeldungen. Trotz begrenzter und inkonsistenter Ergebnisse wurden großartige Unterschiede bei der Überprüfung und Meldung von Misshandlung festgestellt.

Ein weit verbreitetes und langanhaltendes Problem

Laut der USPSTF sind Misshandlung oder Vernachlässigung von Kindern weit verbreitet und haben lang anhaltende negative Auswirkungen. Im Jahr 2021 wurden allein in den USA 600.000 Kinder als missbraucht oder vernachlässigt identifiziert, mit 1.821 Todesfällen in diesem Zusammenhang. Die meisten erlebten Vernachlässigung, aber auch körperlicher Misshandlung, sexuellem Missbrauch und Sexhandel waren nicht selten.

Zu den möglichen Schäden von Interventionen gehören Stigmatisierung und Voreingenommenheit gegenüber bestimmten Bevölkerungsgruppen. Mehr Forschung ist erforderlich, um mögliche Zusammenhänge zwischen sozialen Determinanten der Gesundheit und der Prävention von Kindesmisshandlung zu klären.

Obwohl es noch unzureichende Beweise gibt, fordern Experten und die USPSTF dazu auf, die Bemühungen zur Prävention von Kindesmisshandlung fortzusetzen und in Programme zu investieren, die Familien konkrete Unterstützung bieten. Es wird betont, dass weitere hochwertige Forschung erforderlich ist, um die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen in der Primärversorgung zu beurteilen.

Es ist wichtig, dass Hausärzte ihre Bemühungen nicht aufgeben, auch wenn die Beweise noch nicht ausreichen. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Prävention von Kindesmisshandlung und sollten weiterhin gefährdete Kinder schützen. Nachhaltige Investitionen in Richtlinien und Programme sind unerlässlich, um die Kinderarmut zu reduzieren und relevante Risikofaktoren anzugehen.

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